In Oberwart gab es einen Kinoabend und einen Aktionstag, um auf die Brustkrebsvorsorge aufmerksam zu machen.
„Zuagroaste“, „Dobleibende“ und 500 offene Jobs
LEADER Projekte
Wie können junge Menschen in der Region gehalten werden? Wie gelingt das Zusammenleben mit Zugezogenen? Und warum wird das Südburgenland oft noch immer als Abwanderungsregion wahrgenommen, obwohl viele Betriebe dringend Personal suchen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich eine Veranstaltung von südburgenland plus im Kastell Stegersbach.
Stegersbachs Bürgermeister Jürgen Dolesch, Roland Deutsch (Projektmanager südburgenland plus), Oliver Stangl (Geschäftsführer südburgenland plus), Neustift bei Güssing Bürgermeister Franz Kazinota (Obmann Stv. südburgenland plus), 2. LT-Präs. a.D. Walter Temmel (Obmann südburgenland plus), Gerd Friedl (Kabarettist), Nikolaus Gartner (Architekturraum Burgenland) und ÖVP Clubchef Bernd Strobl (v.l.) bei der Präsentation.
© südburgenland plus
Unter dem Titel „Neue Nachbarn! Neue Häuser! Genug Jobs?“ diskutierten mehr als 40 Vertreter:innen aus Gemeinden, Wirtschaft und Regionalentwicklung über aktuelle Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze. Im Mittelpunkt standen dabei zwei neue LEADER-Projekte, die sich sowohl mit dem Zusammenleben in den Gemeinden als auch mit dem Arbeitsmarkt beschäftigen.
„Das Südburgenland steht vor großen Herausforderungen, aber auch vor großen Chancen. Mit diesen beiden Projekten wollen wir aktiv daran arbeiten, unsere Gemeinden lebendig, attraktiv und zukunftsfit zu gestalten – sowohl für jene, die hier geboren wurden, als auch für Menschen, die neu zu uns kommen“, betonte südburgenland plus Obmann Walter Temmel.
Für einen etwas anderen Blick auf das Thema sorgte der gebürtige Stegersbacher Gerd Friedl. Mit Geschichten über „Zuagroaste“, „Dobleibende“ und den alltäglichen Dorfwahnsinn brachte er das Publikum zum Schmunzeln und zeigte gleichzeitig, wie eng Zusammenhalt und Offenheit miteinander verbunden sind.
Architekt Nikolaus Gartner widmete sich anschließend dem Thema Bauen am Land. Dabei ging es um die Frage, wie bestehende Ortsbilder weiterentwickelt werden können, ohne ihren Charakter zu verlieren. Gleichzeitig wurden die Herausforderungen zwischen Wachstum, Bauordnung und Lebensqualität angesprochen.
Konkret vorgestellt wurden die Projekte „Zuagroaste und Dobleibende“ sowie „Employer Branding Südburgenland“. Während das erste Projekt Maßnahmen gegen die Abwanderung junger Menschen und für eine stärkere Verwurzelung in der Region entwickeln soll, beschäftigt sich das zweite Projekt mit den Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten im Südburgenland.
„Aktuell gibt es über 500 freie Jobs in unterschiedlichen Branchen und unterschiedlichen Anforderungsprofilen bei uns im Südburgenland und wir reden davon, keine Perspektiven bieten zu können. Wir sind eine Zukunftsregion mit vielen Chancen und Möglichkeiten und müssen das Bild der abgehängten Abwanderungsregion aus den Köpfen bekommen, denn das sind wir längst nicht mehr“, betonte südburgenland plus Geschäftsführer Oliver Stangl.
Zum Abschluss verwies Obmann-Stellvertreter Franz Kazinota auf die große Beteiligung. „Die positive Resonanz zeigt, dass die Menschen im Südburgenland bereit sind, gemeinsam an der Zukunft ihrer Gemeinden zu arbeiten. Genau diesen Dialog und dieses Miteinander brauchen wir, um unsere Region nachhaltig weiterzuentwickeln“, sagte Kazinota.