Erstellt am 12. April 2017, 04:08

von Michael Pekovics

Georg Rosner: „Das war knapp“. Die ÖVP-Politiker Georg Rosner, Walter Temmel und Marianne Hackl entschieden sich kurz vor dem Anschlag für andere Richtung. Kurz darauf krachte es.

Der ÖVP-Landtagsklub wohnte in Stockholm in einem Hotel, das sich direkt neben dem Anschlag befindet. Bild links: Der Lkw raste in das Gebäude links.  |  BVZ, zVg

Der ÖVP Landtagsklub war beim jüngsten Terroranschlag in Stockholm, bei dem vier Menschen ums Leben kamen, nur wenige Meter vom Anschlagsort entfernt.

ÖVP-Quartett entschied sich für richtigen Weg

Bürgermeister Georg Rosner erzählt gegenüber der BVZ, dass er gemeinsam mit Niki Berlakovich, Marianne Hackl und Walter Temmel Glück im Unglück gehabt hatte: „Wir haben vor dem Hotel überlegt, in welche Richtung wir spazieren sollen. Niki hat dann gemeint, er will sich eine Markthalle anschauen.“ Und die lag in entgegengesetzter Richtung des Anschlagorts. Hätten sich die Politiker anders entschieden, wären sie zum Zeitpunkt des Anschlags wohl genau in der betreffenden Straße, die sich direkt neben ihrem Hotel befand, unterwegs gewesen.

 |  BVZ

„Das war echt knapp“, schnauft Rosner. „Als wir dann in der Markthalle ankamen, hat schon jeder Schwede aufs Handy geschaut, viele haben geweint. Dann haben wir gefragt, was los ist und als Antwort nur ‚Terror‘ gehört.“ Zurück im Hotel wurde das wahre Ausmaß des Anschlags sichtbar, einige ÖVP-Politiker konnten die Aufräum- und Sicherungsarbeiten der schwedischen Einsatzkräfte direkt von ihrem Hotelzimmer aus verfolgen.

„Die Straße wurde evakuiert, unser Hotel war quasi Rückzugsort für viele Menschen, die von dort nicht mehr wegdurften. Auch wir mussten den Tag nach dem Anschlag im Hotel verbringen“, erzählt Rosner.