FF Donnerskirchen in den USA

Feuerwehr: Internationales Zusammenspiel

Die Feuerwehr aus Donnerskirchen und aus der US-Stadt Stowe wollen eine Partnerschaft aufbauen.

Von Sigrid Furtner-Janisch

Austausch. Robin Fink (r.) von der Donnerskirchner Feuerwehr besuchte eine Feuerwache in Stowe (USA) und sprach unter anderem mit dem stellvertretenden Leiter der Feuerwehr Stowe Scott Reeves über die Uniformen der beiden Feuerwehren.

Austausch. Robin Fink (r.) von der Donnerskirchner Feuerwehr besuchte eine Feuerwache in Stowe (USA) und sprach unter anderem mit dem stellvertretenden Leiter der Feuerwehr Stowe Scott Reeves über die Uniformen der beiden Feuerwehren.

© Robin Fink

Die Donnerskirchner Feuerwehr will in Zukunft mit einer US-amerikanischen Feuerwehr zusammenarbeiten, um Einsatzmethoden, aber auch Ideen etwa in der Organisation auszutauschen.

Ermöglicht wurde der Kontakt durch den US-Amerikaner Jeff Fischer, der in Donnerskirchen seinen Lebensmittelpunkt gefunden hat und ebenfalls Teil der Feuerwehr-Mannschaft ist. Er legte die Kontakte zum zuständigen Austauschprogramm SPP (siehe Infobox), darunter die US-amerikansiche Botschaft in Wien.

Die ausgewählte Partnerstadt in den USA, Stowe im Bundesstaat Vermont, hat 5.223 Einwohner, liegt ebenfalls in einer Tourismusregion und hat ähnliche Voraussetzungen zur hiesigen Region. Auch landschaftlich gibt es viele Ähnlichkeiten und durch eine Lodge der österreichischen Familie Trapp (siehe Info-Box) gibt es auch eine Verbindung zu Österreich.

Bereits im August besuchte Jeff Fischer die Feuerwehr-Wache in Stowe zu einem ersten Kennenlernen. Nun folgte in weiterer Besuch vom Donnerskirchner Robin Fink. „Ich habe viele interessante Einblicke in die tatsächliche Arbeit der Feuerwehrleute bekommen“, schildert er.

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Kennenlernen. Robin Fink (l.) mit Captain Walker, Leiter der Feuerwehr-Wache in Stowe.

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Auch die Fahrzeuge und Ausrüstung konnte der Donnerskirchner Floriani genauer sehen.

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Freundschaften. Die Sympathie unter den Feuerwehrleuten soll in Zukunft in Freundschaften übergehen.

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Ein grundlegender Unterschied ist, dass in Stowe eine Berufsfeuerwehr stationiert ist, es aber kaum ehrenamtliche Mitglieder gibt. „Die diensthabende Mannschaft (fünf Personen) deckt ein großes Gebiet ab. So kann es sein, dass sie 20 Minuten fahren, bis sie am Einsatzort sind“, erzählt Fink. Auch in den Uniformen gibt es Unterschiede, zum Beispiel beim Material. Außerdem sind in den USA Rettungsdienst und Feuerwehr gekoppelt sind, nicht wie in Österreich getrennte Organisationen.

Im November ist ein Gegenbesuch durch Vertreter der Feuerwehr Stowe in Donnerskirchen geplant. Der fachliche Austausch betrifft Einsatzmethoden, besonders aber die Arbeitsweisen, in Bereichen wie etwa der Jugendarbeit oder Organisation der jeweiligen Wehren, aber auch den Aufbau vom ehrenamtlichen Dienst.

„State Partnership Programm“ (SPP)
In den 1990er Jahren halfen westliche Staaten den ehemaligen Ostblockstaaten beim Wiederaufbau, unter anderem der Neuorganisation des Militärs. Daraus entwickelte sich ein Austauschprogramm, dass auch Polizei, Feuerwehr oder Wirtschaft miteinbezieht, und bis heute läuft. Siehe auch https://www.nationalguard.mil/leadership/joint-staff/j-5/international-affairs-division/state-partnership-program/ Bereits im Jahr 2022 wurde zwischen Österreich und Vermont eine Kooperationserklärung im Zuge des SPP unterzeichnet. https://www.bmlv.gv.at/cms/artikel.php?ID=11481

Familie Trapp
Die Familie Trapp wanderte 1938 aus Salzburg in die USA aus und ließ sich 1942 in Vermont nieder. In den USA war die Familie erfolgreich mit ihren Liedern unterwegs. 1950 traten sie bei den Salzburger Festspielen auf. Die Familie wurde in den USA vor allem durch den Musical-Film „The sound of music“ mit Julie Andrews und Christopher Plummer bekannt, in dem die Geschichte und die Flucht aus Österreich vor den Nationalsozialisten thematisiert wird.