Steiner und Hergovich vertraten das Burgenland in Brüssel

Ausschuss der Regionen

Thomas Steiner und Robert Hergovich nahmen als Vertreter des Burgenlandes im Europäischen Ausschuss der Regionen (AdR) an einer Plenarversammlung in Brüssel teil. Im Mittelpunkt standen der Zollstreit mit den USA, die Zusammenarbeit der besten Weinregionen Europas und die Vergabe von EU-Förderungen.

Von Markus Kaiser

Robert Hergovich (Mitte) und Andreas Liegenfeld (rechts) setzten sich beim Ausschuss der Regionen in Brüssel auch für den burgenländischen Wein ein.

Robert Hergovich (Mitte) und Andreas Liegenfeld (rechts) setzten sich beim Ausschuss der Regionen in Brüssel auch für den burgenländischen Wein ein.

© zVg

Hergovich betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit, insbesondere angesichts der Herausforderungen durch US-Zölle. „Die aktuellen US-Zölle zeigen, wie wichtig gemeinsame Strategien sind“, so Hergovich. Der AdR diskutierte Pläne der EU, Fördergelder künftig zentral an Mitgliedsstaaten zu verteilen, was die Regionen ablehnen. „Das Burgenland ist ein Beispiel dafür, dass EU-Fördergelder direkt in die Regionen fließen müssen“, erklärte Hergovich. Seit 1995 wurden im Burgenland durch Förderungen Investitionen von rund 6 Milliarden Euro ausgelöst.

Steiner und Hergovich vertraten das Burgenland in Brüssel

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Ein weiteres Thema war die Gründung der „Intergroup of Wine, Nature and Economy“, initiiert vom Burgenland. Diese Intergroup vertritt die Interessen der Weinbranche und setzt sich für die Erschließung neuer Märkte ein, um den US-Markt teilweise zu ersetzen. „Wein hat für das Burgenland einen enormen Stellenwert“, betonte Hergovich, der den Vorsitz der Intergroup führt.

„Europa muss zusammenhalten“

Bürgermeister Thomas Steiner, ebenfalls Mitglied des AdR, unterstrich die Notwendigkeit einer geeinten europäischen Antwort auf globale Herausforderungen. „Europa muss mehr denn je zusammenhalten, um seine Interessen zu wahren“, so Steiner. Er betonte, dass die US-Zölle auf europäische Weine fatale Folgen für das Burgenland haben könnten, da der Weinexport in die USA eine wichtige Einnahmequelle darstellt. Ein Rückgang des Exports würde nicht nur die burgenländischen Winzer treffen, sondern auch den Wettbewerbsdruck auf heimischen Märkten erhöhen.

Steiner und Hergovich vertraten das Burgenland in Brüssel

© zVg Stadtgemeinde

Steiner forderte, dass die EU gezielt amerikanische Produkte mit Zöllen belegen sollte, um eine starke und resiliente europäische Wirtschaft zu sichern. „Gerade in der aktuellen geopolitischen Lage ist es entscheidend, dass wir auf allen Ebenen – von der EU bis hin zu den lokalen Regierungen – enger zusammenarbeiten“, so Steiner.

Die Sitzung des AdR zeigte deutlich, dass die politischen Entscheidungsträger gemeinsam agieren müssen, um die wirtschaftlichen Interessen Europas zu schützen. Das Burgenland ist im AdR mit Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Thomas Steiner und Robert Hergovich vertreten. Die Diskussionen im AdR unterstreichen die Bedeutung regionaler Interessenvertretung in der europäischen Politik.

Burgenland im AdR

Österreich ist im AdR mit zwölf Mitgliedern und zwölf stellvertretenden Mitgliedern vertreten. Jedes Bundesland entsendet ein Mitglied, die übrigen Mandate stehen dem Gemeinde- und dem Städtebund zu. Das Burgenland ist mit Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Thomas Steiner als Mitgliedern und Robert Hergovich als Stellvertreter im AdR vertreten.