650.000 Kilo Lebensmittel verteilt die Pannonische Tafel im Jahr. In Eisenstadt wurde jetzt ein neuer Standort bezogen.
Biodiversitätsprojekt am St. Margarethener Kogel
Beweidung St. Margarethen
Im Zuge eines Beweidungsprojekts von Umweltdachverband und PANNATURA sollen Angusrinder sollen in Zukunft den Trockenrasen rund um St. Margarethen pflegen und somit schützen.
Zusammenarbeit. Stefan Fleischmann vom Umweltdachverband mit Carina Neuwirth und Elisabeth Winkler von PANNATURA (v.l.) spwie einem Angusrind.
© zVg/PANNATURA/Zeleny
Trockenrasenflächen sind im Nordburgenland seit Jahrhunderten ein einzigartger und wichtiger Lebensraum für verschiedenste Pflanzen- und Tierarten. Nun startet daher am St. Margarethener Kogel ein neues Beweidungsprojekt durch Umweltdachverband und PANNATURA, um diesen einzigartigen Lebensraum zu erhalten.
Die rund 35 Hektar große Fläche wird in Zukunft von zwölf Angusrindern von PANNNATURA beweidet. „Diese einzigartige Natur ist das Ergebnis einer über Jahrtausende hinweg betriebenen Beweidung, die seit den 1950er-Jahren jedoch stark zurückging. Die Folgen sind Verbuschung und Verwaldung, was den Trockenrasen heute zu den am stärksten gefährdeten Lebensräumen Europas macht. Ohne gezielte Pflege droht ihr vollständiger Verlust“, erklärt Stefan Fleischmann, Projektleiter im Umweltdachverband.
Auf der Fläche wurden im Frühjahr bereits großzügig Bäume und Büsche zurückgeschnitten. Die Rinder sorgen dafür, dass die Büsche und Bäume nicht mehr in dem Ausmaß wachsen können, indem sie die Sprösslinge fressen oder niedertreten. Der Dung der Rinder wiederum zieht kleine Insekten an, wodurch die Lebensgrundlage für größere Insekten, Vögel, Reptilien und Säugetiere geboten wird. So soll der Trockenrasen langfristig gepflegt und erhalten bleiben.
„Unsere 12 Bio-Angusrinder fungieren am Kogelberg als Naturschützer und Landschaftspfleger dieser einzigartigen Vegetation. Wir setzen das Projekt in Form einer Stoßbeweidung in besuchsarmen Zeiten um, das bedeutet: starker Beweidungsdruck an jeweils wenigen Tagen. Diese Art der Tierhaltung ist einzigartig und wirkt sich in weiterer Folge auch positiv auf die Fleischqualität aus“, geht Elisabeth Winkler, Leitung Tierhaltung bei PANNATURA, ins Detail.