Mutwillig soll ein Mieter in einem Haus im Bezirk Eisenstadt Verwüstungen verursacht haben. Jetzt wurde er verurteilt.
Deutschwestungarn und die Magyarisierung - Teil 1
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1867 wurde das Kaisertum Österreich zur Doppelmonarchie Österreich-Ungarn. Der Ausgleich brachte eine Neuregelung des staatsrechtlichen Verhältnisses, Ungarn und Österreich waren beide gleichberechtigte Teilstaaten. Deutschwestungarn, das Gebiet des heutigen Burgenlandes, war ein Teil von Ungarn.
Magyarisierung. Eine Postkarte um 1900 zeigt St. Georgen - allerdings mit dem ungarischen Namen „Lajtaszentgyörgy“.
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Auszug aus dem Schulstuhl Sitzungsprotokoll: „Im Jahr 1896, anlässlich der 1000 Jahr Feiern in Ungarn feierte auch St. Georgen ein Millenium Schulfest. Unter Beteiligung der gesamten Schuljugend und der Bevölkerung. Um 3 Uhr erfolgte der feierliche Auszug zum Festplatz auf den sogenannten Hötscherl-Berg.“
Im selben Jahr wurden die Vermessungsarbeiten für die Eisenbahnlinie Ödenburg-Eisenstadt-Neusiedl-Preßburg fertiggestellt. Während der Bauarbeiten konnten viele St. Georgener ihren Wein an die beim Bau beschäftigten Arbeiter verkaufen.
Am 28. 10. 1900 stimmten St. Georgen und Eisenstadt dem Bau der Straße über das Leithagebirge mit der Bedingung zu: „Wenn der Anschluss in Au uns eine Verbindung mit Österreich schaffe“. Die heutige Grenze zwischen Burgenland und Niederösterreich war damals der Grenzverlauf zwischen Ungarn und Österreich. Die Fertigstellung dieser bedeutenden Straße erfolgte 1904 und sie wird heute als „Loreda-Stroß´n oder „die Serpentinen“ bezeichnet.
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Die wohl nachhaltigste sozialpolitische Maßnahme für den westungarischen Raum und somit auch für St. Georgen war der starke Magyarisierungsdruck. Magyarisierung wird die Ende des 18. Jhdt. einsetzende nationalistische Politik des Königreichs Ungarn bezeichnet. Die Zielsetzung war die Angleichung der nichtungarischen Bevölkerung, dies erfolgte per Gesetz. Auf Grund der mangelnden Ungarisch Kenntnisse, war das für die deutschsprachige Bevölkerung eine äußerst schwierige Situation.
Der Unterricht in den Schulen erfolgte in ungarisch. Viele Bewohner der Region fühlten sich traditionell als Österreicher, die Angleichung erfolgte daher teils nur auf dem Gesetzespapier. 1906 wurde aus St. Georgen der amtliche Name „Lajtaszentgyörgy“. Im Hause von Stephan Rauchbauer, bei der Kirche, eröffnete ein neues Postamt „Lajtaszentgyörgy“. Bis dahin war St. Georgen dem Postamt Eisenstadt zugeteilt. Die Poststelle wurde Ende 1924 aufgelassen.