Finanzierung für das Feuerwehrhaus Hornstein gesichert

Land zahlt 3 Millionen

Das lange geplante neue Feuerwehrhaus für die Marktgemeinde Hornstein ist der Umsetzung einen Schritt näher gekommen - dank eines ungewöhnlichen Schulterschlusses zwischen Land und Gemeinde, ÖVP und SPÖ.

Von Von Peter Wagentristl

Bürgermeister Christoph Wolf und Kommandant Robert Szinovatz und seine Floriani freuen sich bereits auf das neue Feuerwehrhaus.

Bürgermeister Christoph Wolf und Kommandant Robert Szinovatz und seine Floriani freuen sich bereits auf das neue Feuerwehrhaus.

© Gemeinde

Als beste Freunde gelten weder Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Hornsteins Bürgermeister Christoph Wolf. Auch über die schwarz-türkise und rote Gemeinderatsfraktion in Hornstein hat man wohl noch nie die Zuschreibung „ein Herz und eine Seele verwendet“. Beim lang ersehnten Neubau des Feuerwehrhauses reichten sich die (Streit)Parteien nun aber die Hand.

„Nach langen und intensiven überparteilichen Gesprächen ist uns ein Schulterschluss gemeinsam mit dem Land Burgenland gelungen. Nach mehreren Terminen mit dem Landeshauptmann haben wir uns dazu entschlossen, das Projekt mit der Projektentwicklung Burgenland (PEB) abzuwickeln“, erklärt Bürgermeister Christoph Wolf.

Land schießt drei Millionen zu

Seit kurzem ist die Finanzierung des Projekts gesichert, da vom Landeshauptmann eine Förderung für den Neubau in Höhe von drei Millionen Euro aus Bedarfszuweisungen zugesagt wurde. Oben drauf gibt es noch 360.000 Euro vom Land für die Feuerwehr. Die Gemeinde schießt schließlich noch rund eine Million Euro zu. „Die Finanzierungsfreigabe soll in Kürze erteilt werden“, so Wolf.

Finanzierung für das Feuerwehrhaus Hornstein gesichert

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Für die Projektabwicklung braucht es noch grünes Licht aus dem Gemeinderat. „Solange dem Wohle der Bevölkerung Genüge getan wird, werden wir zustimmen. Die Feuerwehr hat es sich verdient“, stellt Vizebürgermeister Rainer Schmitl die Zustimmung seiner Fraktion in Aussicht - alles andere wäre auch eine Überraschung. Schmitl betont zudem, dass die Initiative für den „von der Feuerwehr so gewünschten“ Neubau von ihm ausgegangen sei.

Nur sehr leise Kritik am Rande

Ganz traut man dem guten Einvernehmen wohl beidseitig noch nicht. „Wir hoffen, dass alle Vereinbarungen eingehalten werden“, mahnt etwa der Ortschef. Neben dem „Wer hat's erfunden?“ des Vizebürgermeisters verweist dieser zudem auch auf „Attacken gegen das Land und Hans Peter Doskozil im Wahlkampf“ von Seiten der ÖVP Hornstein, „die nicht gerade förderlich für die Zusammenarbeit waren.“

Das alles sind diesmal aber nur Nebentöne, der Grundtenor ist auf allen Seiten positiv und auf eine rasche Umsetzung der gemeinsam gefundenen Pläne ausgerichtet. „Sofern alle Unterlagen seitens des Landes und der PEB vorliegen, erfolgt ein Umsetzungsbeschluss bereits in der Gemeinderatssitzung Ende März“, so Wolf.

Neubau am bestehenden Standort

Konkret ist ein Neubau beim aktuellen Standort bei parallelem Abriss des bestehenden Feuerwerhhauses vorgesehen. Bereits 2018 hat die Gemeinde für das Projekt ein benachbartes Grundstück zugekauft um dem Wunsch der Feuerwehr, den Standort beizubehalten, Rechnung getragen werden sollte.

Finanzierung für das Feuerwehrhaus Hornstein gesichert

© google maps

Die Planungsarbeiten seien bereits als Vorentwurf abgeschlossen. „Ich freue mich, dass wir dieses Projekt nun federführend als Gemeinde in Kooperation mit unserer Feuerwehr und mit dem Land umsetzen können und möchte ausdrücklich die Zusammenarbeit zwischen der Projektentwicklung Burgenland, Feuerwehr und Gemeinde auf Augenhöhe betonen“, zeigt sich auch Bürgermeister Wolf verbindend.

Und in Richtung Land: „Wir bedanken uns beim Landeshauptmann. Wir sind auch zuversichtlich, dass wir gerade in Bezug auf den laufenden Betrieb ebenfalls auf die zukünftige Unterstützung zählen dürfen“, sagt der Bürgermeister abschließend.