Bildung, Betreuung und Bewegung an einem Standort: Die erste Ausbaustufe am Bildungscampus bringt eine Volksschule mit vier Klassen, drei Kindergartengruppen, eine Krippengruppe sowie eine Turnhalle.
Feiern ohne Ende am Georgi-Kirtag
Dorffest
Der Georgi-Kirtag ist das erste große Fest des Jahres im Eisenstädter Bezirk. Aprilbedingt ist es oft verregnet, was die Ortsbevölkerung mittlerweile aber schon gelassen hinnimmt. „Abgesagt wird nicht“ ist das Credo und so hatte der Wettergott Einsicht und schickte pünktlich zum Aufstellen des Kirtagbaums am Samstag nach nachmittäglichen Regengüssen Sonnenschein nach St. Georgen. Für beste Stimmung wäre aber sowieso gesorgt gewesen, denn die „Bauernkapelle St. Georgen“ spielte auf, ein Garant für gelungene Feierlichkeiten.
Der Jahrgang 2004 der Jugendlichen St. Georgens sorgte in diesem Jahr für den Kirtagsbaum und eine gelungene Organisation des Kirtags.
© Nina Mayer
Sportlich wurde der Georgi-Kirtag am Freitag eingeläutet. Beim Fußballspielen matchten sich St. Georgen und Wulkaprodersdorf, der 1:1-Ausgang durchaus salomonisch, Grund genug friedlich gemeinsam ins Festzelt einzuziehen und zu den Klängen der Band „Sunnseitn“ zu feiern. Lumpen ließ man sich nicht, drei Uhr morgens wurde es bei vielen, dann hieß es aber „Bettruhe“, denn am Samstag ging es bereits um 15 Uhr weiter.
Der Jahrgang 2004 war äußerst motiviert, die Jugendlichen in eigens angefertigten Sweatern, warteten mit einem Vorzeige-Kirtagsbaum auf, der Mittelpunkt beim Dorfrundgang war. Etliche Stationen steuerte man, angeführt von der „Bauernkapelle St. Georgen“ an, angefangen vom „Zwillingsstüberl“, über einen Besuch beim Regisseur Norbert Blecha, dessen Weinkeller zu den ältesten St. Georgens gehört und eine wahre Sehenswürdigkeit ist.
© Nina Mayer
Vor dem Kaufhaus Jagenbrein wurde dem Wein gefrönt, ebenso vor dem Café „Eule“. Ja, da waren schon einige sehr beschwingt, als man gegen 18 Uhr beim Festzelt ankam, um den Maibaum an seinem für ihn vorgesehen Platz aufzustellen.
Zum Marsch geblasen
Übung hatte man, also glückte die Platzierung reibungslos. Wieder wurde es spät nachts, im Zelt spielte „Steirerseitn“, aber auch draußen an den Wägen wurden weiter fleißig Speis und Trank verkauft, um Einnahmen für die Jugendlichen zu erzielen, die bei der Organisation des Fests maßgeblich beteiligt waren.
Weil zwei Tage nicht genug sind, bat man am Sonntag zum beliebten Frühschoppen. Wie schon beim Umzug spielte die „Bauernkapelle St. Georgen“ auf, fesch in neue Trachten gekleidet. Musiker der Sonderklasse, die nicht nur unglaubliches Gespür für Musik auszeichnet, sondern die in der Lage sind, Stimmung aufkommen zu lassen, die jedes Fest unvergesslich macht. Kein Wunder, dass die Tische zur Tanzfläche wurden, die „Hände zum Himmel“ zeigten und kollektiver Gesang über St. Georgen ertönte.
Kochen musste niemand an diesem Sonntag, für das leibliche Wohl war gesorgt. Schnitzerl, Henderl, Pizza - alles gab es, was das Herz begehrte, Grund genug auch am letzten Tag noch lange am Georgi-Kirtag zu verweilen.