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So empfängt man einen Olympioniken!
Pallitsch zurück in Oggau
Am Dienstag wurde Olympia-Teilnehmer Raphael Pallitsch in seiner Heimatgemeinde Oggau feierlich empfangen. Der 1.500 Meter-Läufer ritt dabei auf einer Pferdekutsche vor dem Gemeindeamt ein.
Raphael Pallitsch ritt mit großem Tamtam zuhause in Oggau ein und wurde von einer jubelnden Menge empfangen.
© BVZ/Wagentristl, Peter Wagentristl
Eigentlich waren Raphel Pallitschs Olympia-Träume schon im Jahr 2012 geplatzt. Mit gebrochenem Fuß verpasste er damals die Qualifikation und hing die Laufschuhe auf den Nagel. „Es hat mich aber nicht losgelassen“, verriet der EM-Sechste 1.500 Meter-Spezialist beim feierlichen Empfang vor dem Oggauer Rathaus. „Ich hab wieder zu trainieren begonnen und mit den Leistungen ging es steiler bergauf als gedacht.“
Schließlich packte ihn gänzlich der Ehrgeiz, Pallitsch verabschiedete sich vom Lehramt und probierte es nochmal mit dem Profisport. Der Rest ist mittlerweile Geschichte.
Nach den Rückschlägen in meiner Karriere, kann man sich wohl vorstellen, wie groß die Genugtuung heute ist. Olympionike Raphael Pallitsch.
Pallitsch lief am Finale vorbei, aber in die Herzen der Oggauer, wie sich beim Empfang in Oggau zeigte. Vor etwa 200 Fans plauderte er aus dem Nähkästchen: „Die Leute fragen haben mich oft gefragt, ob ich nicht zu alt bin. Ich glaube, diese Frage habe ich in Paris beantwortet.“ Applaus, Lachen, Zustimmung. Zwei mögliche Szenarien stehen nun Und: „Auch die Frage, ob es denn nun reicht, oder ob es jetzt erst so richtig los geht, wurde mir oft gestellt.“ Darauf habe er aber noch keine Antwort.
Von der Gemeinde gab es für den Oggauer Ausnahme-Sportler einen Scheck über 1.500 Euro - „einen pro Meter“, scherzte Bürgermeister Thomas Schmid, gratulierte Pallitsch und bedankte sich im Namen der ganzen Gemeinde für sportliche Hochspannung und Höchstleistungen.
Abschließend wurde freilich auch angestoßen. In Oggau rennt nicht nur Raphael Pallitsch, sondern bekanntlich auch der Schmäh: „Ich bin zwar beim Laufen ausdauernd, beim Alkohol dagegen weniger, nachdem man diesen als Profisportler meiden muss.“