650.000 Kilo Lebensmittel verteilt die Pannonische Tafel im Jahr. In Eisenstadt wurde jetzt ein neuer Standort bezogen.
LK Burgenland will Einstieg ins Bäuerinnen-Leben erleichtern
„Plötzlich Bäuerin“
Im Burgenland übernehmen immer mehr Frauen landwirtschaftliche Betriebe. Eine neue Broschüre der LK soll den Einstieg erleichtern. Vorgestellt wurde diese auch gleich von zwei Erfolgsbeispielen aus Stöttera und Steinbrunn.
„Plötzlich Bäuerin“ Rafaela Köller aus Stöttera, Landesbäuerin-Stellvertreterin Maria Fröch, LK-Präsident Nikolaus Berlakovich, ARGE Bäuerinnen-Landeskoordinatorin Angela Pfeiffer und die Steinbrunner Hofübernehmerin Julia Rechtberger bei einem Pressegespräch anlässlich der Präsentation der neuen Bäuerinnen-Broschüre.
© LKBgld/Tesch-Wessely
Im Burgenland wird rund ein Drittel der etwa achttausend land- und forstwirtschaftlichen Betriebe von Frauen geführt, weitere fünfzehn Prozent gemeinsam mit dem Partner. Die Landwirtschaftskammer Burgenland und die Arbeitsgemeinschaft der Bäuerinnen haben nun im ORF-Landesstudio Eisenstadt die Broschüre Plötzlich Bäuerin vorgestellt. Sie soll Frauen unterstützen, die vor einer Hofübernahme stehen oder neu in die Landwirtschaft einsteigen.
Ratgeber für Alltag und Zukunft
Der neue Leitfaden umfasst zweiunddreißig Seiten und enthält Erfahrungsberichte, Tipps zur Betriebsführung, Hinweise zu rechtlichen und steuerlichen Fragen sowie eine Übersicht über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Broschüre richtet sich an Jungbäuerinnen, Hofübernehmerinnen, Quereinsteigerinnen und Frauen, die bisher wenig Kontakt zur Landwirtschaft hatten. Ziel ist es, die Rolle der Bäuerinnen sichtbarer zu machen und ihnen Orientierung im oft komplexen Arbeitsalltag zu geben.
Beispiele aus der Praxis
Frauen wie Rafaela Köller aus Stöttera oder Julia Rechtberger aus Steinbrunn berichten, dass insbesondere der Austausch im Netzwerk der Bäuerinnen eine große Hilfe darstellt. Viele Fragen würden zu Beginn auftauchen – von der Hoforganisation bis zur Vermarktung. Die Erfahrungen anderer erleichterten gerade den Start deutlich.
Das Jahr zweitausendsechsundzwanzig steht weltweit im Zeichen der Bäuerinnen. Die Vereinten Nationen haben es als Internationales Jahr der Bäuerin ausgerufen. Im Burgenland wird der Schwerpunkt mit mehreren Aktionen begleitet. Auftakt ist der Landesbäuerinnentag am vierundzwanzigsten Jänner auf Burg Schlaining, bei dem starke Frauen und ihre Leistungen im Mittelpunkt stehen sollen.
- Betriebsführung: Rund 35 Prozent der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe werden von Frauen geführt.
- Gemeinsame Führung:15 Prozent der Höfe werden von Paaren gemeinsam bewirtschaftet.
- Kammerrätinnen: Etwa ein Viertel der Kammerräte ist weiblich.
- Seminarbäuerinnen: Über 500 Schuleinsätze pro Jahr – österreichweit Spitze.
- Broschüre:Plötzlich Bäuerin, 32 Seiten, Fokus auf Einstieg, Praxis, Recht, Finanzen und Ausbildung.
- Bäuerinnen-Netzwerk: Seit 1996 aktiv, zentrale Anlaufstelle für Austausch und Hilfestellungen.
- Internationales Jahr der Bäuerin:2026, Auftakt im Burgenland am 24. Jänner auf Burg Schlaining.