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Teil der Spurensuche werden und Bildhauer-Geschichte erleben
Tagung in St. Margarethen
Kunsthistorikerinnen und -historiker aus sieben Ländern erforschen im Bildhauerhaus St. Margarethen die Pionierrolle des „Europäischen Bildhauersymposiums“. Am Donnerstag, dem 17. September (ab 16 Uhr), öffnet sich die Tagung für Publikum. Wer Fundstücke aus der Zeit um 1970 besitzt, ist eingeladen, sie mitzubringen!
Das Bildhauerhaus in den Hügeln von St. Margarethen steht unter Denkmalschutz und beherbergt derzeit ein internationales Wissenschafts-Team.
© Werner Feiersinger
St. Margarethen gilt in der internationalen Kunstgeschichte als Ursprungsort aller Outdoor-Künstlertreffen weltweit: Hier wurde 1959 das „Europäische Bildhauersymposium“ gegründet – die Initialzündung für unzählige vergleichbare Formate rund um den Globus. Diese Pionierrolle steht nun erstmals im Zentrum einer eigenen internationalen wissenschaftlichen Tagung, die bis Samstag im denkmalgeschützten Bildhauerhaus am Kogelberg stattfindet.
Am Donnerstag (ab 16 Uhr) kann jeder und jede Interessierte selbst Teil dieser wissenschaftlichen Spurensuche werden. Während die 14 teilnehmenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus sieben europäischen Ländern die übrigen Tagungstage in geschlossener Runde arbeiten, öffnet sich die Tagung an diesem Nachmittag für Medien und Publikum.
Auf dem Programm stehen ein Spaziergang zur legendären „Japanischen Linie“, zwei öffentliche Vorträgen und die Vorführung eines historischen Filmdokuments. Im Anschluss besteht die Gelegenheit, mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern direkt vor Ort ins Gespräch zu kommen.
Aufruf: Wer Fotos, Tondokumente, Briefe oder Geschichten aus der Zeit um 1970 besitzt, ist herzlich eingeladen, sie an diesem Nachmittag mitzubringen: Die Erinnerungsstücke werden gesichtet und – wenn möglich und gewünscht – gescannt, um in die wissenschaftliche Aufarbeitung einzufließen. Wir bitten, diesen Aufruf über Ihre Kanäle mitzutragen.
Veranstalter ist die „Akademie an der Grenze. Verein zur Förderung des Bildhauerhauses in St. Margarethen“.
Das Programm am 17. September
16 Uhr: Eintreffen der Teilnehmer:innen im Bildhauerhaus – auch anwesend: Vitus Weh (Präsident AadG), Thomas Trummer (Direktor Kunsthaus Bregenz), Fanny Fetzer (Direktorin Kunstmuseum Luzern) und Brigitte Kölle (Leiterin der Galerie der Gegenwart / Hamburger Kunsthalle)
16:15 Uhr: Spaziergang über den Kogelberg zur „Japanischen Linie“ – mit Wissenschaftler:innen, Medienvertreter:innen und Interessierten
17:15 Uhr: Zwei öffentliche Vorträge im Bildhauerhaus (in deutscher Sprache) - Prof. Dr. Magdalena Nieslony (Universität Innsbruck): „Materialgerechtes Arbeiten als Ideal der Bildhauersymposien in St. Margarethen“ / Prof. Dr. Yvonne Schweizer (Universität Freiburg i. Br.): „Drive-by-Ausstellungen. Bildhauersymposien und Automobilkultur“
ca. 18:00 Uhr: Vorführung eines historischen Filmdokuments über das Entstehen der „Japanischen Linie“. Anschließend Austausch und Gespräche mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.