650.000 Kilo Lebensmittel verteilt die Pannonische Tafel im Jahr. In Eisenstadt wurde jetzt ein neuer Standort bezogen.
St. Georgen: Selbstgebaute Weihnachtskrippen werden gesegnet
Vorweihnachtlich
In St. Georgen wurde schon im Frühling mit dem Krippenbasteln begonnen - am Wochenende werden sie gesegnet und ausgestellt. Die BVZ hatte sich beim Krippebau-Kurs umgesehen.
Krippenverbands-Landesobfrau Gertrude Limbach (Mitte) hilft Edith Rauchbauer bei ihrer Weihnachtslaterne und Barbara Berger bei ihrer Krippe.
© BVZ/Kaiser
Seit Februar läuft in St. Georgen ein ganzjähriger Krippenbau-Kurs. Wegen der großen Nachfrage gab es gleich zwei Gruppen, die sich jeweils zweimal pro Woche treffen. Geleitet wurde der Kurs von Gertrude Limbach, Obfrau des Burgenländischen Krippenverbandes. „Es ist meine Leidenschaft. Es tut mir gut, wenn sich auch andere dafür begeistern“, so Limbach im Gespräch mit der BVZ.
Das Krippenbauen zählt in Österreich zum immateriellen Kulturerbe. „Mir ist es ein Anliegen, dass das lebendig bleibt“, betont Limbach. Im Burgenland erlebt die Tradition derzeit einen Aufschwung – vor allem im Süden und etwa auch in Frauenkirchen. Limbach würde sich wünschen, dass künftig auch in Eisenstadt oder St. Georgen ein eigener Verein entsteht.
Viele denken beim Krippenbau an die Zeit vor Weihnachten. Limbach empfiehlt jedoch den Start im Frühjahr: „Jetzt ist kein Zeitdruck da, das ist viel entspannter.“ Für die Zukunft sind weitere Kurse geplant.
Immaterielles Kulturerbe vielfältig modernisiert
Limbach selbst ist Oberberglerin und hat zu Hause bereits rund zehn Krippen sowie eine kleine Sammlung in einem Schaukasten. „Wenn ich eine Krippe hergebe, kann ich wieder eine bauen“, erzählt sie lachend. Früher seien die Modelle oft sehr schwer gewesen – mit dicken Holzplatten und verputzten Wänden brachten sie leicht zehn Kilogramm auf die Waage. Heute kommen leichtere Materialien zum Einsatz, was vor allem beim Transport von Vorteil ist.
Gestaltet werden Krippen in unterschiedlichen Stilen: von der Alpenlandschaft über orientalische Motive bis hin zur Laternenkrippe. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer setzt dabei die eigenen Vorstellungen um – und trägt so dazu bei, die Tradition in neuer Form weiterzugeben.
In St. Georgen findet am Samstag, dem 8. November, um 14 Uhr die Krippensegnung im Pfarrheim statt.
Am Sonntag, dem 9. November, folgt ab 15 Uhr die 5. Weinsegnung vor dem Alten Presshaus am Kirchenplatz. Pfarrer Willi Ringhofer segnet die St. Georgener Weine, präsentiert wird außerdem die neue St. Georgener Rebe „Mater Veltlinis“. Neben der Weinverkostung gibt es kleine Imbisse und den neuen Dorfblick-Kalender 2026 zu entdecken. Der Verein Dorfblick St. Georgen lädt herzlich ein und bedankt sich bei allen Mitwirkenden.
Im Anschluss ist die Kripperlausstellung im Pfarrheim, dort präsentieren heimische Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker liebevoll gestaltete Krippen – ein stimmungsvoller Vorgeschmack auf die Adventzeit.