Der Fahrplanwechsel im Verkehrsverbund Ostregion bringt Verstärkung zwischen Deutschkreutz, Wulkaprodersdorf, Eisenstadt und Wien. Aus dem Mittelburgenland erreicht man den Wiener Hauptbahnhof morgens im neuen Zug in weniger als 90 Minuten. Und ab 13. Dezember fährt auch die Mattersburger Bahn wieder. Hier gibt‘s alle Neuerungen!
Der neue JVP-Chef Daniel Heintz will „Landlust statt Landflucht“
Eigenes Jugendprogramm
Vor knapp einem Monat wurde Daniel Heintz zum Landesobmann der Jungen Volkspartei gewählt: Mit dem ersten neuen JVP-Programm seit fast zehn Jahren will der Deutschkreutzer auch die Landespolitik herausfordern.
Daniel Heintz wurde beim Landestag der Jungen Volkspartei Anfang Oktober mit 94,5 Prozent zum Obmann gewählt.
© JVP Burgenland
Nachdem kürzlich der Jugendbericht im Landtag beschlossen worden war, erinnerte die Junge Volkspartei mit ihrem Obmann an das eigene „Zukunftsprogramm“, das neben „knusprig frischen Ideen“ unter anderem mit dem Motto „Landlust statt Landflucht“ wirbt. Gefordert wird damit auch einiges, und zwar von der „großen“ Landespolitik.
Auf 40 Seiten stellen Daniel Heintz und die JVP viele dieser Ideen und Forderungen vor, zu Bildung, Chancen und gegen die besagte Landflucht, meint der 22-jährige Obmann: „Es darf nicht sein, dass das Burgenland Exporteur seiner Jugend ist. Wir müssen Rahmenbedingungen schaffen, damit junge Menschen hier Ausbildung, Beruf und Zukunft finden können und nicht automatisch nach Wien oder Graz abwandern müssen.“
© ÖVP Burgenland
Das Thema nimmt Heintz durchaus persönlich: Aus seiner ehemaligen Schulklasse seien die meisten weggezogen, vor allem wegen Job oder Ausbildung. Geht es nach der JVP und ihrem Programm, müsse man den Schulen „mehr Freiräume schaffen, um Begabungen zu erkennen und zu fördern“. Events wie die Bildungs- und Berufsinformationsmesse solle man stärker auf regionale Betriebe ausrichten und „in praxisnahe Studienrichtungen investieren, statt in unrealistische Projekte wie eine Medizin-Uni“, so Heintz.
Der JVP-Chef richtet sich direkt an die Landesregierung, etwa mit der Forderung nach einer „echten Jugendstrategie“; das Land schreibe Berichte, sagt Heintz, „wir liefern Ideen und hören zu“. Die Anregungen zum JVP-Programm hat sich die Junge Volkspartei im Sommer auf der Tour durchs Land geholt. Heintz war mit seiner „knallgelben Couch“ unterwegs, über 1.000 Kilometer, mit 500 Begegnungen und 250 Ideen, wie er zusammenfasst.

© JVP Burgenland
Das JVP-Programm will auch „Mut zur Selbstständigkeit“ machen: „Wer ein Unternehmen gründet, darf nicht an Bürokratie oder fehlender Unterstützung scheitern“, schlägt Heintz unter anderem Co-Working-Spaces in allen burgenländischen Technologiezentren oder kostenfreie Unternehmens- und Finanzberatungen vor. Mentale Gesundheit als fixer Bestandteil des Schulalltags, Generationengerechtigkeit oder ein Generationencheck für jedes neue Landesprojekt finden sich ebenso im Programm.