Selbstverteidigung und starkes Auftreten gegen Gewalt

16 Tage Aktionen im Land

Gewalt hat viele Gesichter - und viele stehen besonders jetzt dagegen auf: Die internationalen „16 Tage gegen Gewalt“ bringen auch im Burgenland bis 10. Dezember eine Reihe von Institutionen zusammen, gemeinsam werden Zeichen gesetzt, von der Flagge am Landhaus bis zum Selbstverteidigungskurs der Gewerkschaft.

Von Wolfgang Millendorfer

„Flagge zeigen gegen Gewalt“. Zum Auftakt der Aktionstage kamen die Einrichtungen des Landes und Vertreterinnen und Vertreter der Polizei am Landhaus-Balkon zusammen.

„Flagge zeigen gegen Gewalt“. Zum Auftakt der Aktionstage kamen die Einrichtungen des Landes und Vertreterinnen und Vertreter der Polizei am Landhaus-Balkon zusammen.

© Landesmedienservice, Christoph Novakchristoph@werbec

Weltweit machen die „16 Taqge gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ auch heuer wieder sichtbar, was nicht länger im Verborgenen liegen darf: Es wird hingeschaut und mitunter lautstark gegen Gewalt aufgetreten. Im Burgenland sind dabei zahlreiche Institutionen und Initiativen aktiv.

Zum Start der „16 Tage“ wurde - mittlerweile traditionell - am Eingangs-Balkon des Landhauses in Eisenstadt Flagge gezeigt. Frauenlandesrätin Daniela Winkler kam beim offiziellen Start der Aktion mit Vertreterinnen und Vertretern der Landespolizeidirektion sowie des Frauenhauses Burgenland zusammen. Die Landesrätin unterstrich dabei: „Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist kein Randthema, sondern ein Angriff auf die Menschenrechte. Wir zeigen heute bewusst Flagge, um klar zu machen: Diese Form der Gewalt hat in unserer Gesellschaft keinen Platz!“

Die internationale Kampagne geht auf das Center for Women’s Global Leadership zurück und wird seit 1991 abgehalten. Österreich nimmt seit 1992, koordiniert vom Verein Autonome Frauenhäuser, aktiv daran teil. Zwischen dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November und dem Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember wird weltweit auf das Recht auf ein Leben ohne Gewalt hingewiesen.

Erste Aktionen im Burgenland

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Selbstverteidigung und starkes Auftreten gegen Gewalt
Flaggen-Übergabe beim Landhaus.

© Landesmedienservice, Christoph Novakchristoph@werbec

Selbstverteidigung und starkes Auftreten gegen Gewalt
Selbstverteidigungskurse des ÖGB (v.l.): ÖBV-Landesdirektorin Isabella Kochmann die Trainer Jürgen Krell und Nicole Trimmel und ÖGB-Landesfrauensekretärin Caroline Kolonovits.

© ÖGB Burgenland

Selbstverteidigung und starkes Auftreten gegen Gewalt
Plakataktion des REDUCE-Gesundheitszentrums (v.l.): Johannes Zsifkovits, Geschäftsführer der Sozialen Dienste Burgenland, Barbara Hawelka, Familienpsychologin im Frauenhaus REDUCE-Geschäftsführer Andreas Leitner.

© Landesholding Burgenland

Selbstverteidigung und starkes Auftreten gegen Gewalt
Verteilaktion gegen Gewalt (v.l.): Die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses Barbara Hawelka, Julia Renner, Victoria Gärtner und Leiterin Kerstin Bedenik mit Landesrätin Daniela Winkler.

© Büro Landesrätin Winkler, Christoph Novakchristoph@werbec

Selbstverteidigung und starkes Auftreten gegen Gewalt
Kinoabend gegen Gewalt (v.l.): Landesrätin Daniela Winkler, Magdalena Freißmuth, Geschäftsführerin des Vereins Frauen für Frauen Burgenland) und Michaela Fassl von den Familienberatungsstellen im Dieselkino.

© Landesmedienservice, DANIEL FENZ

Landespolizei, Gewaltschutzzentrum, Beratungsstellen sowie Einrichtungen wie das Frauenhaus arbeiten im Burgenland täglich daran, Frauen und Kinder zu schützen und nachhaltige Strukturen zu gewährleisten, das wurde seitens des Landes ebenfalls betont.

Auch die burgenländischen Grünen zeigen mit Landessprecherin und Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner „Flagge gegen Gewalt“. Die Landes-ÖVP wies mit Parteichef Christoph Zarits, Landtagsabgeordneter Carina Laschober-Luif und ÖVP-Frauen-Landesleiterin Julia Schneider-Wagentristl auf digitale Gefahren und den bundesweiten Ausbau von Gewaltambulanzen hin.