Flyers Wels überflügelten die Eisenstadt Dragonz

Burgenland Sport

Basketball Superliga

Von Peter Wagentristl

Andrew Orr (l.), Lukas Hahn (r.) und ihre Eisenstadt Dragonz war die Trefferquote der Flyers Wels zu hoch.

Andrew Orr (l.), Lukas Hahn (r.) und ihre Eisenstadt Dragonz war die Trefferquote der Flyers Wels zu hoch.

© Basketball Austria / Uwe Winter

Gegen die Flyers Wels waren die Eisenstädter eigentlich in der Favoritenrolle, auch wenn die Oberösterreicher mit zwei Siegen, die Burgenländer mit zwei Niederlagen in Serie antraten. So schwach die Gastgeber in die Saison gestartet waren, so stark starteten sie am Sonntag gegen die Dragonz. Nach dem ersten Viertel lief Eisenstadt bereits einem Sieben-Punkte-Rückstand hinterher, zur Halbzeit konnte die sie beim Stand von 52:32 nur noch ein Wunder retten.

Das Wunder blieb aus, wenngleich die Drachen immerhin etwas mehr ins Spiel fanden, trotz viel Rotation. Die Qualität auf der Bank war einer der Hauptgründe für die Dominanz der Flyers: 33 Punkte kamen von Wechselspielern, bei Eisenstadt nur 13. Heißt im Umkehrschluss: Im Duell der Starting Fives endete das Match mit einem 66:66-Remis.

Dragonz auf der Suche nach (Treff)Sicherheit

Hauptverantwortlich für den 99:79-Sieg der Welser war aber ihre Trefferquote: 17 von 31 getroffenen Zweier-Würfen sind solide, 17 von 31 Dreiern dagegen sensationell. Eisenstadt nahm mehr Würfe und traf weniger. Mit 26 Treffern bei 70 Würfen kann man kein Spiel gewinnen, schon gar nicht gegen in Zielwasser gebadete Flyers.

Ansonsten war die Leistung der Burgenländer aber durchaus solide. Austen Awosika war mit 18 Punkten und je sechs Rebounds sowie Assists weiter einer der besten Allrounder der Liga. Local Hero Konstantin Sauer kam in nur acht Minuten auf sieben Punkte. Top-Scorer war Rashun Williams, der seine 23 Punkte bei fünf getroffenen Dreiern noch mit neun Rebounds garnierte. Der Effizienzvergleich mit Wels bzw. Elvir Jakupovic schmälert die Leistung aber etwas: Dieser traf ebenfalls fünf Dreier, allerdings bei nur fünf Versuchen.

Gegen Aufsteiger Kufstein zählt nur ein Sieg

Nach der dritten Niederlage en suite liegen die Dragonz nur mehr auf Platz sieben und damit außerhalb der Play-off-Plätze – wenngleich die Tabelle nach wenigen Runden nur mäßig aussagekräftig ist. Am Samstag um 18 Uhr wollen die Dragonz den Negativlauf beenden, im Optimalfall vor lautstarkem Heimpublikum. Die Aufsteiger haben nach sieben Matches erst einen Sieg zu Buche stehen und sind klarer Außenseiter. Ein Sieg wäre für Eisenstadt Pflicht, wenn man das Saisonziel, das Play-off, noch erreichen möchte.