Nach wie vor wird geraten, Uferbereiche entlang der Leitha zu meiden, da diese noch immer hochwasserführend ist.
Leitha-Hochwasser Nach dem Hochwasser in Leithaprodersdorf und Wimpassing
Nach wie vor wird geraten, Uferbereiche entlang der Leitha zu meiden, da diese noch immer hochwasserführend ist.
Nach den massiven Schäden, die durch die Unwetter vergangene Woche entstanden sind, kommen in der Versicherungsbranche wieder alt bekannte Debatten hoch. Allen voran stellt sich erneut die Frage nach einer Pflichtversicherung für Elementarschäden sowie nach den Grenzen der Versicherbarkeit von Naturkatastrophen. Eine Pflichtversicherung wäre für Generali-Chef Gregor Pilgram - wie für die Mehrheit in der Branche - wünschenswert, die politische Umsetzung ist jedoch fraglich.
Nach einem Treffen mit Vertretern der betroffenen Bundesländer kündigte Minister Norbert Totschnig (ÖVP) die Bereitstellung von zusätzlichen 80 Millionen Euro für den Hochwasserschutz an. Die Sofortmaßnahme sieht Landesrat Heinrich Dorner (SPÖ) „nur als ersten Schritt“; SP-Klubchef Roland Fürst trat zeitgleich mit weiteren Forderungen auf.
Am Tag des Kaffees verwandelt die Eisenstädter Rösterei 2Beans jede Tasse in eine Spende für Hochwasserbetroffene. Eine Aktion, die Genuss und Solidarität vereint.
Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat sich am Donnerstag von der guten Zusammenarbeit der Institutionen und vor allem dem Engagement der zahlreichen freiwilligen Helfer nach dem verheerenden Unwetter beeindruckt gezeigt. "Inmitten von Leid und Verlust wurde ganz deutlich: Wir können uns aufeinander verlassen", stellte er in seiner Rede am Gemeindetag in Oberwart fest. Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl warnte vor finanziellen Schwierigkeiten der Kommunen.
An der Leitha im Bezirk Neusiedl am See sinken die Pegelstände. Die Feuerwehren beobachten noch die Lage an den Dämmen, derzeit sei die Situation aber ruhig, teilte das Landesmedienservice am Donnerstag auf Anfrage mit.
Keine Entwarnung im Bezirk Neusiedl am See: Die Gemeinden entlang der Leitha werden via AT-Alert erneut gewarnt, meldete das Landesmdienservice,
Die Lage an der hochwasserführenden Leitha im Bezirk Neusiedl am See ist am Mittwochmorgen noch angespannt gewesen.
Der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) spricht sich angesichts der jüngsten Unwetter für die Implementierung einer Katastrophen-Versicherung aus. Als Vorbild hierfür soll die vom Bund, den Ländern sowie Landwirten finanzierte Hagelversicherung dienen.
Die Mobilfunkanbieter A1, Magenta und Drei haben auf die Unwetter reagiert und die Beschränkungen für Daten und Freiminuten innerhalb Österreichs vorerst aufgehoben.
Im Burgenland gilt entlang der Leitha weiterhin die Gefahr einer Überschwemmung. Das teilte das Landesmedienservice am Montag mit.
Aufgrund der Unwetter sowie der Hochwasser in weiten Teilen Österreichs haben die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) ihre seit Freitag aufrechte Reisewarnung bis zum Donnerstagabend verlängert. "Die ÖBB ersuchen eindringlich, von nicht unbedingt notwendigen Reisen abzusehen", teilten die Bahnen Sonntagabend. Der Bahnverkehr blieb in weiten Teilen Niederösterreichs wegen rund 40 Streckenunterbrechungen massiv eingeschränkt.
Die heftigen Unwetter seit Freitag haben in einigen Teilen Österreichs auch die Infrastruktur massiv betroffen. Schulkinder in betroffenen Gebieten sind deshalb am Montag automatisch entschuldigt, teilte das Bildungsministerium am Sonntag mit.
Nach den Unwettern am vergangenen Wochenende sind im Burgenland bereits über 2.000 Schadensfälle gemeldet worden. Betroffen davon waren vor allem die Bezirke Mattersburg, Oberwart, Güssing und Jennersdorf, allein 1.600 gemeldete Fälle gab es im Bezirk Oberwart, teilte das Landesmedienservice am Donnerstag mit.