Die SPÖ verlor im Bezirk Mattersburg zwar 5,3 Prozent. Mit 47,6 Prozent liegt man jedoch im Landes-Ranking bei den Bezirken an erster Stelle.
Landtagswahl 2025 Mattersburger Bezirks-SPÖ stärkste im Burgenland
Die SPÖ verlor im Bezirk Mattersburg zwar 5,3 Prozent. Mit 47,6 Prozent liegt man jedoch im Landes-Ranking bei den Bezirken an erster Stelle.
Wie in vielen anderen Gemeinden, so musste die SPÖ auch in Neudörfl beim prozentualen Ergebnis leichte Verluste hinnehmen. In absoluten Stimmenzahlen konnte jedoch ein Zugewinn verzeichnet werden. Bürgermeister Posch spricht über seine Wunschkoalition, die geringe Wahlbeteiligung in Neudörfl und über seine Zeit als Landtagsabgeordneter.
Mit mehr als einem Viertel der abgegebenen Stimmen belegt die FPÖ in Neudörfl den zweiten Platz hinter der SPÖ. Die ÖVP rutscht auf knapp zehn Prozent ab und erzielt damit eines der schlechtesten Ergebnisse im Bezirk. Die GRÜNEN Neudörfl liegen knapp über dem Durchschnitt ihrer Landespartei.
In der Bezirkshauptstadt holte die SPÖ 45,4 Prozent. Die FPÖ liegt bei einem Viertel der Wähler, die ÖVP nur mehr bei einem Fünftel. Im Vergleich mit den Bezirkshauptstädten verzeichnet die SPÖ lediglich in Oberwart ein besseres Ergebnis.
Auch in Pöttelsdorf konnte der amtierende Bürgermeister Christian Kurz, der für die ÖVP sowohl auf der Bezirks- wie auch der Landesliste kandierte, Verluste der ÖVP nicht verhindern. Die SPÖ blieb vor der Volkspartei.
Seit der Gemeindetrennung zwischen Hirm und Antau im Jahr 1991 gab es in Antau stets Bürgermeister aus den Reihen der ÖVP. Umso erstaunlicher ist es, dass nun die SPÖ deutlich, mit 20 Prozent mehr Stimmen, die Nase vorne hat. Der Antauer Vizebürgermeister Michael Strass kandidierte hier für die SPÖ auf der Bezirksliste.
Die Bezirks-SPÖ hat die erforderlichen Stimmen für zwei Grundmandate erreicht. Thomas Hoffmann wird somit im Landtag vertreten sein, und Claudia Schlager wird eine weitere Periode anhängen. Gerhard Hutter, Roland Fürst (SPÖ) und Christian Sagartz (ÖVP) werden weiterhin im Landtag sein. Die ÖVP verliert im Bezirk Mattersburg ein Grundmandat - ob Melanie Eckhardt und Julia Schneider-Wagentristl im Landtag weiterhin vertreten sein werden, ist somit noch offen.
Seit vielen Jahren amtiert der ÖVP Ortschef Gerald Hüller in Marz, trotzdem mussten in der Gemeinde sowohl die ÖVP als auch die SPÖ Verluste bei der Landtagswahl einstecken. Die FPÖ hingegen konnte sich über einen Stimmenzugewinn um mehr als das Doppelte freuen. Vanessa Wiener erhielt auf der SPÖ-Bezirksliste 295 Stimmen. Hermine Steiner (ÖVP) holte auf der Bezirksliste 196 Stimmen.
Hirm ist eine „rote“ Gemeinde, und dieser Trend war auch bei der diesjährigen Landtagswahl klar ersichtlich: Die SPÖ holte 911 von 1.780 gültigen Stimmen. Die FPÖ verzeichnete fast ein Viertel der Stimmen, während die ÖVP von 16,9 auf 8,2 Prozent abstürzte.
Sigless In der Gemeinde Sigleß holte die SPÖ trotz starker Verluste mit 55,23 ausgehend von einem hohem Niveau eines der besten Ergebisse der Sozialdemokraten im Bezirk.
In Loipersbach ist die SPÖ nach wie vor die stimmenstärkste Partei. Mit 35,6 Prozent ist die Heimatgemeinde von Johann Tschürtz aber die FPÖ-Hochburg im Bezirk und belegt den zweiten Platz. Johann Tschürtz erhielt auf der Landesliste 241 Vorzugsstimmen. Sabrina Neusteurer 42 Stimmen. Auf der Bezirksliste erhielt Johann Tschütz 1.362 Stimmen, Sabrina Neusteuerer 316 Stimmen.
Die ÖVP fuhr in Baumgarten mit 3,56 Prozent nur einen geringen Verlust ein. Die SPÖ musste 5,96 Prozent Verluste wegstecken und die FPÖ gewann 9,49 Prozent dazu.
Nicht nur auf Gemeindeebene geht es zwischen der SPÖ und der stimmenstärkeren ÖVP kontroversiell zu. SPÖ Bürgermeister Andreas Gradwohl und ÖVP Vizebürgermeister Anton Taschner duellierten sich bei der Landtagswahl auch auf Bezirksebene, denn sie ritterten beide auf der Bezirksliste um Vorzugsstimmen. Bürgermeister Andreas Gradwohl erzielte dabei 1.178 Stimmen, Anton Taschner erhielt 200 Stimmen. Die FPÖ hatte auf der Landesliste ihren Kandidaten Gerhard Kern stehen, er erhielt 11 Stimmen.
Nach dem großen Minus der ÖVP bei den Burgenländischen Landtagswahlen fordert nun Matthias Weghofer, ehemaliger Landtagsabteordneter und Langzeit-Bürgermeister von Wiesen, den Rücktritt von Christian Sagartz.