Der ÖAAB Burgenland und die Ortsgruppe Wiesen gedachten vor Allerheiligen beim Gedenkstein im Kirchenpark ihres Landesgruppen-Gründers Johann Habeler sowie der verstorbenen Mitglieder. Auch Landesparteiobmann Christoph Zarits und Bürgermeister Matthias Weghofer nahmen an der Zeremonie teil.
Sauerampferkino startet mit starken Filmen in den Herbst
Von deutscher Wiedervereinigung über Bruno Kreisky bis zur „Blutgräfin“: Das Sauerampferkino in Bad Sauerbrunn bietet auch in der Herbstsaison qualitativ anspruchsvolles europäisches Kino.
Nils Arztmann verkörpert in „Bruno – Der junge Kreisky“ den österreichischen Ausnahmepolitiker.
© DOR Film/Petro Domenigg
Mit einer abwechslungsreichen Auswahl an europäischen Produktionen geht das Sauerampferkino in Bad Sauerbrunn in die Herbstsaison. Das Programm reicht von politischen Zeitbildern und historischen Biografien bis hin zu außergewöhnlichen Roadmovies und filmischen Fantasiewelten.
Den Auftakt macht am 6. November „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“. Der Film wirft einen satirischen Blick auf die deutsche Wiedervereinigung und den 30. Jahrestag des Mauerfalls. Überspitzt zeigt die Produktion, wie Medien, Politik und Gesellschaft verzweifelt nach neuen Ost-West-Geschichten suchen und dabei Zufälle und Missverständnisse zu großen Legenden verklären. Besonders bemerkenswert: Regisseur Wolfgang Becker, der mit „Good Bye, Lenin!“ Filmgeschichte schrieb, verstarb nach Abschluss der Dreharbeiten.
Entdeckung aus Frankreich
Am 13. November folgt mit „Die guten und die besseren Tage“ ein französisches Roadmovie von Elsa Bennett und Hippolyte Dard. Der beim Festival von L‘Alpe d‘Huez gefeierte Film erzählt die Geschichte von drei Frauen, deren Lebenswege von Alkoholsucht, Freundschaft und Zusammenhalt geprägt sind. Höhepunkt der Erzählung ist eine abenteuerliche Rallye durch die marokkanische Wüste.
Bruno Kreiskys Jugendjahre
Historisch wird es am 20. November mit „Bruno – Der junge Kreisky“. Die Biografie führt ins Wien der späten 1920er-Jahre und zeichnet den Weg des späteren österreichischen Bundeskanzlers vom engagierten Jugendlichen zum sozialdemokratischen Politiker nach. Im Mittelpunkt stehen seine ersten politischen Schritte in der sozialistischen Arbeiterjugend sowie sein Widerstand gegen die zunehmende politische Radikalisierung und das aufkommende faschistische Regime.
Vampirische Spurensuche durch Wien
Den Abschluss des Herbstprogramms bildet am 27. November „Die Blutgräfin“ der renommierten deutschen Filmemacherin, Fotografin und Malerin Ulrike Ottinger. Die österreichische Produktion verbindet Fantasie, Kulturgeschichte und schwarzen Humor zu einer außergewöhnlichen filmischen Reise durch Wien.
Gedreht wurde großteils an Originalschauplätzen wie dem Narrenturm, der Strudlhofstiege, der Nationalbibliothek, dem Café Havelka sowie in zahlreichen Wiener Katakomben und Gruften. Die Dialoge entstanden unter Mitwirkung von Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. Auch ESC-Gewinnerin Conchita Wurst ist mehrmals zu sehen und sorgt gemeinsam mit weiteren überraschenden Figuren für besondere Momente.
Mit Isabelle Huppert und Birgit Minichmayr in den Hauptrollen entwickelt sich „Die Blutgräfin“ zu einer ebenso verspielten wie komplexen vampirischen Schnitzeljagd voller kultur- und geistesgeschichtlicher Anspielungen.
Weitere Infos:
Eintritt: Mindestspende € 5,-
Veranstaltungssaal der Quelle, Bad Sauerbrunn, Schulstraße 14
Karten gibt es an der Abendkassa ab 19:00 Uhr oder vorab unter info@sauerampfer.at zu reservieren.