Wenn das Kia Beach and Surf Fest Anfang Mai das Strandbad Neusiedl am See übernimmt, ist der Sommerstart am See eingeläutet: 2027 eine Woche später als gewohnt, dafür ein Tag länger.
See: Plan B immer gute Idee
Kommentar
Die Redaktionsleiterin der Neusiedler BVZ über ein Festival am Neusiedler See mit vielen Standbeinen.
© Lexi
Fünf Tage Sport, Musik und Partys: Das Kia Beach and Surf Fest hat sich als Headliner des See Opening etabliert. Die Veranstalter tun allerdings gut daran, das Programm nicht allein auf Wassersport auszurichten. Denn der Neusiedler See führt derzeit wieder bedenklich wenig Wasser. Heute hat der Pegel den Tiefststand von 2022 gar unterschritten.
Dass niedrige Pegelstände nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein wirtschaftliches Problem sind, zeigte sich schon damals – und nun erneut im Sommer 2026. Im August mussten große Regatten, darunter die Österreichische Jugendmeisterschaft mit rund 200 Teilnehmern und zahlreichen Begleitpersonen, auf andere Seen ausweichen. Was auf dem Wasser nicht stattfinden kann, fehlt auch an Land: Nächtigungen, Gastronomieumsätze und Wertschöpfung in der Region.
Das erweiterte Programm mit Activity Area, Beachvolleyball und Partynächten ist deshalb mehr als eine nette Ergänzung. Es macht das Festival unabhängiger von den Bedingungen am See. Denn der Sommerstart am Neusiedler See sollte nicht vom Wasserstand allein abhängen.