Von Frühpensionist bis Ronaldinho-Flair: Das sind die Schmankerl der 8. Runde

Fußball

Von Sascha Strodl, Von Christopher Schneeweiß, Von Max Wiesler, Von Günther Pavlovics, Von Martin Ivansich

Bad Sauerbrunns Torjäger David Gallei ist der beste Schütze seines Teams. Er hat bislang sieben Tore erzielt.

Bad Sauerbrunns Torjäger David Gallei ist der beste Schütze seines Teams. Er hat bislang sieben Tore erzielt.

© Martin Ivansich

Ein Sorgenkind bleibt, das andere kehrt zurück

Deutschkreutz. Klaus Furtner ist der Inbegriff eines Kämpfers. Der Rechtsverteidiger der Deutschkreutzer ist erst 23 Jahre alt, seine letzte volle Saison in der Burgenlandliga liegt aber schon mehr als vier Jahre zurück. Verletzungen machten dem ehrgeizigen Defensivmann immer einen Strich durch die Rechnung. So auch im letzten Heimspiel gegen Edelserpentin, als er kurz vor Anpfiff bei den letzten Aufwärm-Sprints w.o. geben musste. "Er wird auch jetzt wohl erst wieder mit lockeren Läufen einsteigen", verrät Cheftrainer Mike Hartl. Dafür kann er wieder auf Stürmer Istvan Fabiankovits zurückgreifen. Der ist aber gleich doppelt vom Pech verfolgt. Der Ungar hat zum einen noch keinen Saisontreffer zu verbuchen, zum anderen kam er schon in Klingenbach nur von der Bank und fehlte jetzt zwei Wochen..

Acht verschiedene Torschützen

Bad Sauerbrunn. Der Tabellenführer glänzt derzeit auch durch seine mannschaftliche Geschlossenheit. Mit David Gallei (7 Tore) hat man einen absoluten Goalgetter in den Reihen, zudem hat die Mannschaft von Trainer Christoph Stifter etliche treffsichere Spieler. Mit 23 Toren hat der SCBS die meisten Treffer erzielt. Diese teilen sich insgesamt auf acht (!) Spieler auf.

Eine bittere Odyssee für einen Kicker

Oberpullendorf. Wie es in Oberpullendorf üblich ist, lastete man auch vergangene Woche jeden Kaderplatz in der Reserve aus. Sieben Spieler bildeten das Wechselkontingent des Vorjahres-Meisters in Halbturn. So gerne man das Septett auch eingesetzt hätte, war der Weg für einen Spieler umsonst. Schiedsrichter Gordan Tomic, ein Drittel des Wiener Referee-Trios, das nach Halbturn beordert wurde, hielt an seinem Wissen fest, dass in der Reserve nur fünfmal gewechselt werden darf. Im Reservebetrieb sind allerdings bis zu sieben Wechsel möglich. Letzteres bildet in der Regel zwar die Minderheit, Arijent Hajdari machte es an jenem Tag aber einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. "Leider änderte er auch nach mehrmaligem Hinweis der Trainer auf beiden Seiten seine Meinung nicht, weswegen er unnötig eineinhalb Stunden zum Spiel gefahren ist", konnte Cheftrainer Florian Hotwagner nur den Kopf schütteln.

Kurzes Intermezzo

Halbturn. Nur 13 Minuten dauerte das Comeback von Oliver Praznovsky gegen Oberpullendorf. Der Innenverteidiger hatte zuletzt wegen Problemen an der Fußsohle pausiert und nun grünes Licht für einen Einsatz erhalten. Trainer Peter Herglotz wollte ihn eigentlich noch schonen, musste nach der kurzfristigen Erkrankung von Noah Leopold aber umplanen. Bereits nach 13 Minuten wurden die Schmerzen bei Praznovsky wieder akut, und er musste vom Feld. Wie lange er nun ausfällt, ist offen.

Pechvogel Szegner

SK Pama. Für Markus Szegner läuft die noch junge Saison in gesundheitlicher Hinsicht alles andere als nach Wunsch. Nach seinem Nasenbeinbruch hat sich der Verteidiger nun einen Muskelfaserriss zugezogen. Sportlicher Leiter David Pototschnig rechnet mit einer Pause von vier bis sechs Wochen. Damit erwischt es Szegner innerhalb kurzer Zeit bereits zum zweiten Mal.

„Weil wir keinen Stürmer haben“

Neudorf. Seit drei Spielen wartet die SpG Neudorf/Parndorf Juniors mittlerweile auf einen eigenen Treffer. Auf die Frage nach den Gründen für die aktuelle Abschlussschwäche antwortete Trainer Christoph Tischler gewohnt direkt: "Weil wir keinen Stürmer haben." Ganz so drastisch ist es freilich nicht (Anm.: Luca Perassino hält bei drei Saisontoren), allerdings fehlen in der Offensive derzeit Breite und Durchschlagskraft. Zudem fallen mit Jan Reiter und Peter Thüringer zwei wichtige Pass- und Vorlagengeber verletzt aus.

Millners ruhender Ball

Neusiedl. Die Gelbsperre gegen Halbturn scheint Julian Millner gutgetan zu haben. Seither ist der offensive Mittelfeldspieler wieder ein entscheidender Faktor beim weiterhin ungeschlagenen SC Neusiedl. Gegen Oberpullendorf erzielte er beim 2:1-Erfolg das 1:0, nun schlug Millner auch beim 1:1 in St. Margarethen zu: Sein direkt verwandelter Eckball sicherte den Neusiedlern einen Punkt.

Trainingsflaute in Lackenbach

Lackenbach. In Lackenbach läuft derzeit vieles nicht nach Plan. Am Sonntag kam man in Rust mit 0:4 unter die Räder, Anfang der Woche trennte man sich von Trainer Robert Serdar. Damit aber nicht genug. Gleich vier Vereine der unteren Tabellenhälfte punkteten voll, drei davon gegen direkte Kontrahenten. Lackenbach wartet weiterhin auf seinen ersten Sieg, schießt mit Abstand die wenigsten Tore und kassiert im Schnitt mehr als dreimal so viele, wie man erzielt. Kommt im Sommer kein Absteiger aus der Ostliga, beträgt der Abstand auf das rettende Ufer zudem bereits fünf Punkte. Außerdem wartet jetzt ein immens wichtiges Heimdoppel gegen Halbturn und Pama. Zwei Klubs, die angesichts ihrer aktuellen Verfassung zu knacken sind und demnach als echte "Do-or-Die-Spiele" abzustempeln sind. Für Interimscoach Florian Mielder zählt nur der Blick nach vorne: "Nach der klaren Niederlage im Aufsteigerduell müssen wir uns jetzt fangen und am Wochenende sowie in den nächsten Wochen alles probieren und alles reinhauen."

Die dritte Pause für die Reserve

Klingenbach. Die Zweier-Mannschaft ist derzeit nicht vom Spielglück verfolgt, schon die dritte Partie wurde abgesagt, weil der Gegner nicht antreten konnte. Neun der 18 Punkte wurden angeschrieben, ohne dass gespielt werden musste. Drei Klubs haben in dieser Saison bislang ein Spiel absagen müssen - SK Pama, Lackenbach (trat in Rust am Sonntag schon zum zweiten Mal in dieser Saison nicht an) und Kohfidisch. Und jedes Mal war der Klingenbacher Nachwuchs der Leidtragende, weil den Jungen schon wieder die Spielpraxis abgeht. "Das ärgert mich schon. Da sagst du den Jungen am Donnerstag im Training, dass sie sich präsentieren können und sollen, und eine halbe Stunde später kommt die Absage."

Volles Wochenende in der LeithArena

Leithaprodersdorf. Am Freitag freuten sich die Fans über einen 3:2-Erfolg in der Burgenlandliga gegen Pinkafeld. Samstag und Sonntag ging es ebenfalls hoch her auf dem Sportplatz. Am Samstag spielten die Nachwuchsteams von der U 7 bis zur U 13. Am Sonntag war dann das Finale der Talenteschau mit dem Spiel der U16-Mädchen gegen die Spielgemeinschaft Rabnitztal/Oberloisdorf.

Der Frühpensionist als Aushilfskraft

Sankt Margarethen. Martin Weixelbaum ist seit 2006 bei seinem Heimatklub gemeldet. Der Mittelfeldspieler war lange Jahre Kapitän der Burgenlandliga-Mannschaft. Seit Sommer gönnt sich der erst 27-Jährige eine Fußballauszeit. Die unterbrach er am Samstag und half in der Reserve aus. Es war in den letzten neun Jahren sein fünftes Spiel in der Zweier-Garnitur, allesamt wurden gewonnen. Auch Tobias Schindler absolvierte sein erstes Spiel nach seiner Verletzung, der 18-jährige Eigenbauspieler hat in dieser Saison noch nicht gespielt, ist zum Saisonauftakt in Rust in der Reserve nur auf der Bank gesessen.

Auf den Spuren von Superstar Ronaldinho

Rust. Oliver Fandel hatte eine aufregende und anstrengende Woche hinter sich. Der 24-jährige Slowake war in seinem Job als Digital Creator im Rahmen des Auflaufs rund um Brasiliens ehemaligen Topstar Ronaldinho engagiert. Der ehemalige Weltstar trat mit einer brasilianischen Legenden-Auswahl auch in der Slowakei auf, spielte zwei Mal in Trnava. Als der 46-Jährige 2003 dort mit Barcelona im Europacup spielte, war Fandel gerade einmal ein Jahr alt. Am Samstag kickte Ronaldinho in Klagenfurt, am Sonntag trat Fandel in Rust gegen Lackenbach an.

Eberaus Knoten ist geplatzt

Eberau. Beim 6:0 gegen den SK Pama spielte Eberau alles in die Karten: eine frühe Rote Karte für den Gegner, eine optimale Chancenverwertung zu Beginn und am Ende das halbe Dutzend Tore, das voll gemacht wurde. Pressesprecher Billy Deutsch hob aber auch die Reserve hervor, die den ersten Saisonsieg feierte – mit einem Startelf-Durchschnittsalter von 17,8 Jahren.

Kein leichtes Debüt für Varga

Kohfidisch. Neo-Trainer Rene Varga verlor sein erstes Spiel in Klingenbach mit 1:4. Der Trainer hatte es aber auch alles andere als leicht, mit Leon Bernhard (krank), Nico Dorner und Julian Binder (beide gesperrt) fehlten drei Stützen.

Im Schatten des Kapitäns

Edelserpentin. Beim 4:0 gegen Neudorf überzeugte bei Edelserpentin wieder einmal einer: Kapitän Kevin Strohmeyer. Im Schatten des Kapitäns zeigte aber auch ein junger Spieler eine hervorragende Leistung. Raphael Halper (geboren: 2010) spielte als Linksverteidiger eine „staubtrockene“ Partie.

Punkte im Derby als Ziel

Pinkafeld. Kurzzeitig hatte Pinkafeld Tuchfühlung zur Tabellenspitze, nach zwei Niederlagen findet man sich auf Platz sieben wieder. Im Derby gegen Eberau sollen jetzt wieder Punkte her, um den Abstand nach vorne gering zu halten