Drei gefällte Bäume spalten in Oberpullendorf

Ärger

SPÖ-Vizebürgermeister Dominkovits ärgert sich, dass zwei Nussbäume und eine Linde entfernt wurden. ÖVP-Bürgermeister Heisz: „Rodungen sind nicht aus Willkür passiert. Es gab Gründe, warum man das so gemacht hat.“

Von Michaela Grabner

Symbolbild

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© Shutterstock/ Krasula

Zwei Nussbäume in der Mittelgasse und ein Lindenbaum in der Rosemarie Preh-Allee wurden entfernt. Was geblieben ist, ist Verärgerung von SPÖ-Vizebürgermeister Nikolaus Dominkovits und zwar nicht zuletzt auch darüber, dass er als Umweltgemeinderat im Vorfeld nicht einmal über die geplanten Baumfällungen informiert wurde . „Einerseits setzen wir anlässlich 50 Jahre Stadt 50 neue Bäume und andererseits schneiden wir aber gesunde Bäume um“, kritisiert Dominkovits.

Laut Bürgermeister Johann Heisz (ÖVP) sind die Rodungen nicht aus Willkür, sondern aus gutem Grund geschehen. Im Fall der beiden Nussbäume seien diese entfernt worden, weil die Busse in diesem Bereich nicht gut um die Kurve gekommen seien. Außerdem sei man von einem Anrainer, einem ehemaligen SPÖ-Mandatar, gebeten worden, diese zu entfernen, erklärt Heisz. Dominkovits hingegen, der von Interventionen mehrerer Anrainer spricht, ist indes überzeugt, dass man die Problematik mit den Bussen auch mit einem passenden, dem Lichtraumprofil entsprechenden Schnitt bewerkstelligen hätte können.

Noch mehr verärgert ihn aber die Fällung einer etwa 35 Jahre alten Linde in der Rosemarie Preh-Allee, die im Baumkataster der Stadt als Nummer 2942 geführt wurde und ungeachtet dessen einfach entfernt wurde. Baumkataster sollen nämich den Baumbestand systematisch erfassen und dabei helfen, dessen Zustand einzuschätzen und zu überprüfen.

Drei gefällte Bäume spalten in Oberpullendorf

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Laut Bürgermeister Hannes Heisz erfolgten im Bereich der gefällten Linde Grabungsarbeiten für ein Internetkabel. Dabei sei festgestellt worden, dass die Wurzeln des Baums bereits den Gehsteig aufheben und auch die Leitung hätte nicht verlegt werden können. „Man hat mir seitens der Firma zugesichert, dass eine Ersatzpflanzung vorgenommen wird“, so Heisz. Für Dominkovits ist es „mit der Ersatzaufforstung eines fünf Jahre alten Baums nicht getan“, zumal die Linde schon viel älter und dadurch größer gewesen ist.