Tourismus feiert Rekord mit 3,1 Millionen Übernachtungen

Bilanz komplett

Erstmals seit 2019 hat das Burgenland bei den Nächtigungen mit der Vorjahres-Bilanz wieder die Drei-Millionen-Marke übersprungen - und mit 3,1 Millionen Übernachtungen einen neuen Rekord aufgestellt. Das zeigen die nun veröffentlichten Tourismuszahlen, die auch in einzelnen Monatsbilanzen gut abschneiden.

Von Wolfgang Millendorfer

Der Leuchtturm in Podersdorf als eines der burgenländischen "Tourismus-Wahrzeichen".

Der Leuchtturm in Podersdorf als eines der burgenländischen "Tourismus-Wahrzeichen".

© Burgenland Tourismus

Von einem „historischen Rekordwert“ spricht man beim Burgenland Tourismus mit Blick auf die kürzlich veröffentlichten Zahlen des Vorjahres: 2023 wurden im Burgenland exakt 3.146.244 Übernachtungen gezählt, was unterm Strich statistisch das beste Jahr in der Aufzeichnungsgeschichte bringt. Einen Beitrag dazu lieferten auch die Camping-Gäste des Nova Rock, die erstmals mitgerechnet wurden.

Das mache die Statistik mit anderen Bundesländern mit dieser Zählweise auch vergleichbar, lautet das Argument des Burgenland Tourismus. Diskutiert wurde darüber auf politischer Ebene, jetzt zeigt sich, dass man die Drei-Millionen-Marke auch ohne die Festival-Camper überschritten hätte (wenn sich auch der Rekordwert nicht ausgegangen wäre). Grund zum Jubel gibt es aber auf jeden Fall.

Die Übernachtungen insgesamt stiegen um 7,2 Prozent im Vergleich zum Jahr davor. Auch im Dezember verzeichnete das Burgenland hier einen Anstieg von 11,8 Prozent. Bezogen auf die Ankünfte war es der stärkste Dezember aller Zeiten. Zufrieden zeigt man sich sowohl in der Zentrale in Eisenstadt sowie im Landhaus, wo Landeschef Hans Peter Doskozil als Tourismusreferent von einem „beeindruckenden Erfolg“ spricht, und das „trotz herausfordernder Rahmenbedingungen“.

Ein besonderer Dank gebühre den Betrieben und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sagt Doskozil: „Sie haben sich nicht entmutigen lassen, sondern haben aktiv an der Verbesserung der Qualität und der professionellen Vermarktung des touristischen Angebots gearbeitet und somit entscheidend in die Zukunft der Branche investiert.“

Tourismus feiert Rekord mit 3,1 Millionen Übernachtungen

© Burgenland Tourismus

Gestiegen ist 2023 außerdem die Gesamtanzahl der Ankünfte, um 10,8 Prozent auf 1.139.528; die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug genau 2,7 Tage. Ein positiver Trend bei den Nächtigungen zeigt sich gleichermaßen bei inländischen (plus 4,8 Prozent) wie auch bei ausländischen Gästen (plus 15,9 Prozent im Vergleich zu 2022). Die Anzahl der inländischen Übernachtungen stieg auf 2.411.913, während ausländische Besucherinnen und Besucher 734.331 Übernachtungen verzeichneten.

Deutschland bei Auslandsgästen klar auf Platz eins

Die Liste der stärksten Auslandsmärkte führt wieder Deutschland an (mit 404.507 Übernachtungen ein Plus von 13,5 Prozent), gefolgt von Ungarn (45.934 Übernachtungen und plus 18,8 Prozent), Tschechien (39.500 Übernachtungen, plus 16,1 Prozent), der Schweiz (29.860 Übernachtungen, plus 5,6 Prozent) und der Slowakei (26.422 Übernachtungen, plus 8,6 Prozent).

Kräftige Impulse hätten auch Marketing-Aktivitäten und Kampagnen gebracht, bilanziert Burgenland-Tourismus-Geschäftsführer Didi Tunkel: „Im Jahr 2023 wurden zahlreiche Maßnahmen erfolgreich umgesetzt. Zuwächse bei deutschen Gästen wurden beispielsweise auch durch gezielte Promotion-Touren und Präsentationen auf Messen und Events erzielt.“

Tourismus feiert Rekord mit 3,1 Millionen Übernachtungen

© Burgenland Tourismus, Viktor Fertsak

Neben der Präsentation der Tourismus-Strategie 2030 nennt Tunkel unter anderem den „my burgenland Shop“ in Parndorf, die Mitarbeiter-Card für 8.100 Personenund Events wie Anradeln, See Opening, Blaufränkischland-Marathon oder das landesweite Martiniloben als Leuchtturm-Projekte des Vorjahres. Zudem sei der Weintourismus weiter ausgebaut worden und habe mit der Herbstkampagne wieder für Aufsehen gesorgt.

Trotz der Erfokge betrachte man das abgelaufene und aktuelle Jahr „mit Demut“, sagt Tunkel: „Das Umfeld im Tourismus ist nach wie vor anspruchsvoll, geprägt von multiplen Krisen, hoher Inflation, Teuerung und Kaufkraftverlusten. Auslandsreisen bleiben weiterhin beliebt, während Urlaubsentscheidungen zunehmend kurzfristig getroffen werden, und die Aufenthaltsdauer kontinuierlich abnimmt.“

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen will man kontinuierlich an der Positionierung und Vermarktung der heimischen Betriebe weiterarbeiten, lautet das Versprechen und Credo.