16 Menschen kamen 2024 auf Burgenlands Straßen ums Leben

Bilanz Verkehrsunfälle

Im Jahr davor gab es noch 21 Todesopfer zu beklagen.

Von Redaktion BVZ

Mit 16 Verkehrstoten hatte das Burgenland im Bundesländer-Vergleich im Vorjahr nach Vorarlberg die zweitniedrigste Anzahl an Verkehrstoten.

Mit 16 Verkehrstoten hatte das Burgenland im Bundesländer-Vergleich im Vorjahr nach Vorarlberg die zweitniedrigste Anzahl an Verkehrstoten.

© Symbolfoto: Shutterstock-kraichgaufoto, Shutterstock-kraichgaufoto

16 Menschen kamen im Jahr 2024 bei Verkehrsunfällen im Burgenland ums Leben, das sind um fünf weniger als im Jahr 2023, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ (Verkehrsclub Österreich mittels Presseaussendung. Um die Zahl der schweren Unfälle zu reduzieren, sind niedrigeres Tempo und erhöhte Aufmerksamkeit im Straßenverkehr wirksam. Auch mehr öffentliche Verkehrsverbindungen tragen zu mehr Verkehrssicherheit bei, betont der VCÖ.

Mit 16 Verkehrstoten hatte das Burgenland im Bundesländer-Vergleich im Vorjahr nach Vorarlberg die zweitniedrigste Anzahl an Verkehrstoten. Im Jahr 2023 kamen 21 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. “Jeder tödliche Unfall ist einer zu viel. Es gibt nur eine akzeptable Anzahl an Verkehrstoten und die ist null. Diesem Ziel gilt es so nahe wie möglich zu kommen”, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest. Am nächsten war das Burgenland diesem Ziel im Jahr 2021, als mit acht die seit Bestehen der Unfallstatistik niedrigste Anzahl an Verkehrstoten verzeichnet wurde.

Anzusetzen bei verstärkten Verkehrssicherheitsmaßnahmen ist bei den Hauptunfallursachen schwerer Verkehrsunfälle: nicht angepasste Geschwindigkeit sowie Ablenkung und Unachtsamkeit. Gemeinden können durch mehr Verkehrsberuhigung und mehr Tempo 30 statt 50 die Verkehrssicherheit erhöhen. Auf den gefährlichen Freilandstraßen ist mehr Tempo 80 statt 100 eine wirksame Sicherheitsmaßnahme. Wesentlich dabei sind auch die Kontrollen, damit die Tempolimits eingehalten werden.

Laut VCÖ ist die kommende Bundesregierung gefordert, Handy am Steuer endlich auch in Österreich als Delikt im Vormerksystem aufzunehmen, so wie das in den meisten EU-Staaten der Fall ist. Wer beim Lenken mit dem Handy am Ohr telefoniert, reagiert so langsam wie ein Alko-Lenker mit 0,8 Promille und hat ein rund fünfmal so hohes Unfallrisiko, erinnert der VCÖ. Beim Lesen und Schreiben von Nachrichten ist das Unfallrisiko sogar mehr als 20 Mal so hoch.

Einen wichtigen Beitrag für die Verkehrssicherheit leistet die Verbesserung des öffentlichen Verkehrsangebots. „Bahn und Bus sind um ein Vielfaches sicherer. Damit können viele schwere Unfälle verhindert werden", so Gratzer.

Für die Sicherheit der Radfahrerinnen und Radfahrer ist die weitere Verbesserung des Radwegenetzes sehr wichtig. Auf baulich getrennten Radwegen können alle Altersgruppen, ob Seniorinnen und Senioren oder Familien mit Kindern, sicher Radfahren, betont der VCÖ.