Zwölf Länder, tausend Geschichten und Erfahrungen, die weit über das Reisen hinausgehen: Michael Pahr erzählt warum es sich lohnt, die Welt auf eigene Faust zu entdecken.
Diskussion um Nachmittagsbetreuung in Oberwart
Bildungscampus
Zwei Wochen vor der Eröffnung des neuen Bildungscampus ist die Freude über das Prestigeprojekt getrübt. Der Bau war zwar um fünf Millionen Euro günstiger als geplant, doch nun hagelt es Kritik der SPÖ und die richtet sich an Bürgermeister Georg Rosner. Der kontert umgehend.
„Ziemlich beste Freunde“ sind Bürgermeister Georg Rosner (li.) und SPÖ-Vize Michael Leitgeb derzeit nicht. Foto: Bertie Unger
© Bertie Unger
„Der Bürgermeister hat den neuen Bildungscampus über Monate hinweg als sein großes Prestigeprojekt gefeiert. Doch kurz vor Schulbeginn zeigt sich: Die entscheidenden Hausaufgaben wurden nicht gemacht. Für die Nachmittagsbetreuung fehlt nach wie vor ein klares Konzept“, heißt es in einer überraschenden Aussendung der SPÖ. „Das ist ein klarer Wortbruch gegenüber den Familien in Oberwart“, betont SPÖ-Vizebürgermeister Michael Leitgeb. Bürgermeister Georg Rosners Konter lässt nicht lange auf sich warten.
Zuständigkeiten sind ganz klar geregelt
„Ich habe mehrfach mit der Bildungsdirektion gesprochen und die hat mir bestätigt, dass für die Nachmittagsbetreuung die Schulleitung zuständig ist“, sagt Georg Rosner. „Der Vizebürgermeister soll sich erkundigen, wer zuständig ist. Die Volksschuldirektorin steht ja ohnehin auf der SPÖ Gemeinderatsliste. Ich hab nicht erwartet, dass der Vize die Zuständigkeit nicht kennt, ich bin entsetzt“, sagt Rosner. „Der Bürgermeister war mit Eigen-PR beschäftigt, anstatt rechtzeitig die Hausaufgaben zu machen“, kontert Michael Leitgeb. „Wer den Bildungscampus zur Chefsache erklärt, muss auch dafür sorgen, dass alle Bereiche von Anfang an funktionieren. Statt Klarheit herrscht nun Verunsicherung – und das auf dem Rücken der Familien“, so der Vorwurf der SPÖ.
„Wir sind da an vielen Terminen zusammen gesessen. Schule Vormittag soll in den Nachmittag übergehen, das haben wir alles so besprochen“, erklärt Georg Rosner. „Es gab zahlreichen E-Mail-Verkehr mit Eltern, dann kam die Einigung, dass bis 17 Uhr Bedarf besteht. Ich verstehe die Vorwürfe nicht“, sagt Oberwarts Stadtchef. „Alles ist mit Kosten verbunden, es ist schwierig, alle Service Leistungen aufrecht zu erhalten, aber wir tun was wir können“, so Rosner.
Bezüglich einer Mittagsgruppe gab es Verwirrung . „Wir wollen, dass die Kinder in die Nachmittagsbetreuung gehen. Aber wenn Eltern ihre Kinder mittags nicht holen können, soll es Möglichkeiten geben, da bleiben zu können. Es gibt auch da ein klares Konzept“, betont Rosner.
Gesprächsrunde aller Beteiligten gefordert
Die SPÖ will eine Gesprächsrunde mit der Bildungsdirektion, dem Bürgermeister, den Elternvertretern und der Schulleitung der Volksschule, um alle offenen Fragen zu beantworten. „Es geht hier um die tägliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Eltern brauchen Planungssicherheit und keine leeren Versprechen. Bürgermeister Georg Rosner hat versagt und muss sofort handeln. Sonst endet das kommende Schuljahr schon am ersten Tag im Chaos“, sagt Michael Leitgeb. „Wir brauchen keinen runden Tisch, es ist alles mit der Direktorin organisiert“, betont Georg Rosner. „Ich lade den Vize überallhin ein und er spricht von Eigen-PR. Wir leben in einer Zeit der Populisten. Aber am Ende des Tages wird alles gut sein“, sagt Georg Rosner.