Trainerwechsel in Schattendorf: Walzer kehrt auf die Bank zurück
BURGENLANDLIGA
Der SVS hat nach acht Niederlagen aus zehn Spielen die Reißleine gezogen. Trainer Robert Serdar muss gehen. Der Nachfolger steht bereits fest. So wie im Vorjahr springt Andreas Walzer ein.
© Martin Ivansich
„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, so Obmann und Tormann Alexander Bernhardt wenige Tage nach dem 1:4 in Jennersdorf und ergänzt: „Aber es besteht derzeit dringender Handlungsbedarf. Wir sind an einem Zeitpunkt angekommen, wo man reagieren muss.“ Der SV Schattendorf liegt mit sechs Punkten - aus zehn Runden gab es bei acht Niederlagen lediglich zwei Siege - auf Rang 14 und ist damit einmal mehr mittendrin im Abstiegskampf.
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Obligatorisch in einer solchen Situation ist eben ein Trainerwechsel. Mit Robert Serdar muss nun der Cheftrainer, der erst im Sommer übernahm, gehen. Zehn Meisterschaftsspiele später ist für den Leithaprodersdorfer Schluss, der es aber gefasst zur Kenntnis nahm: „Ich hab schon vor 14 Tagen meinen Rücktritt angeboten. Jetzt nach dem Jennersdorf-Spiel musste man nachdenken. Der Verein kann in so einer Situation nicht alles laufen lassen. Das ist im Fußball eben so.“
Der Nachfolger ist gleichzeitig auch der Vorgänger. Andreas Walzer übernimmt wieder. Der 37-Jährige sprang schon in der vergangenen Saison ein, um die Blau-Weißen vor dem Abstieg zu bewahren. Was dem einstigen Offensivmann letztendlich auch gelang. Dementsprechend ist Walzer auch gewappnet, weiß, dass die Ausgangslage keine einfache, aber eine machbare ist: „In erster Linie ist es eine Herzensangelegenheit für mich, dem Verein zu helfen. Klar ist, dass wir Punkte brauchen und daran werden wir hart arbeiten.“
Obmann Bernhardt erhofft sich vom Impuls einiges: „Wir wollen und müssen uns in den verbleibenden Spielen eine gute Ausgangsposition für den Abstiegskampf im Frühjahr verschaffen. Mit Andi Walzer und Patrick Derdak, der weiterhin als Co-Trainer im Team bleiben wird, haben wir ein Duo, das einen richtig guten Draht zur Mannschaft hat. Für mich war klar, dass Walzer der erste Kandidat ist, mit dem ich spreche. Auch klar ist, die volle Verantwortung liegt bei mir.“
Walzer soll zudem nicht nur die Feuerwehrmann-Rolle bekommen, man plant diesmal längerfristig. Da stellt sich natürlich auch die Lizenzfrage: „Hier werden wir eine Lösung finden und Andi ist auch gewillt, sich hier fortzubilden.“ Beim scheidenden Trainer bedankt sich das SVS-Vereinsoberhaupt: „Großer Dank an Robert, der enormes Fachwissen und Einsatz für die neuformierte Mannschaft an den Tag gelegt hat und die Mannschaft auf ein Level gebracht, wo wir fußballerisch weiter sind als zuvor. Es gibt wenig vorzuwerfen, aber wir brauchen jetzt einen Impuls.“