Während das neue Gesetz zu Integrations-Pflichten vorbereitet wird, zeigen die Zahlen: Burgenland hat im Österreich-Vergleich den geringsten Zuzug: Der Anteil von Menschen mit ausländischem Geburtsort, wie es statistisch heißt, liegt bei 13,9 Prozent.
Ab in den Urlaub! Vier von fünf wollen im Sommer verreisen
Darüber spricht das Land
Jetzt wird wieder Urlaub gemacht - und gebucht! Wohin zieht es die Menschen, und wie gefragt ist das Burgenland als Destination? Diesen Sommer setzt man hierzulande zusätzlich auf das Thema Camping. Hier kommt das aktuelle BVZ-Urlaubs-Update!
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80 Prozent der Burgenländerinnen und Burgenländer haben vor, im Sommer zu verreisen. Zirka die Hälfte von ihnen bucht im Reisebüro und zeigt dabei Treue: „Das ist wie mit dem Friseur - man hat den seines Vertrauens, und dort bleibt man auch“, sagt Jutta Ochsenhofer, Vorsitzende der Fachvertretung der Reisebüros in der Wirtschaftskammer Burgenland.
„Bei der wichtigsten Zeit im Jahr möchten die Burgenländer kein Risiko eingehen“, stellt sie fest. Urlaub in Österreich oder Reisen mit dem Auto in die Nachbarländer würden aber oft auch direkt gebucht, meist online. „Echte Empfehlungen“ und ein „Rundum-Service“ bekomme man jedoch nur im Reisebüro, wirbt die Expertin für die professionelle Unterstützung beim Buchen.
Ein- bis zweimal pro Jahr gönnen sich die Burgenländer eine Urlaubsreise. Die Buchungslage bei den Reisebüros sei aktuell gut, zumal, so heißt es aus der Wirtschaftskammer, die Gruppen wieder zurück seien. Familien mit kleinen Einkommen haben aber noch kaum gebucht. „Ob sie auf die Last-Minute-Schiene aufspringen werden, bleibt abzuwarten“, sagt Jutta Ochsenhofer.
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Der Urlaub darf auch ruhig etwas kosten ...
Pro Person zahlt man für eine Flugpauschalreise auf der Kurzstrecke im Juli und August 1.500 bis 2.000 Euro. Pro Familie liegen die Kosten bei 3.500 bis 4.500 Euro.
Neben den Urlaubsklassikern Griechenland, Zypern, Kroatien, Italien, Türkei und Spanien liegt heuer Japan im Trend, wo im Frühjahr die EXPO 2025 eröffnet wurde. Viele zieht es auch nach Zanzibar oder nach Albanien. Asien, insbesondere Thailand, Vietnam und Sri Lanka, der Indische Ozean mit den Malediven und Mauritius, das südliche Afrika und die Karibik erfreuen sich anhaltender Beliebtheit.
Bei Badereisen verweilen die Urlauber sieben bis zehn Tage am Urlaubsort, bei Fernreisen sind es zehn bis vierzehn Tage. Qualität punktet vor Quantität, Kleingruppen-Reisen sind beliebter als Reisen in großen Verbänden.
Nachhaltigkeit ist ein Thema, Reedereien und Fluglinien passen ihr Angebot an. „Es gibt Schiffe, die mit Wasserstoff fahren und im Hafen Landstrom verwenden, und Fluglinien, die mit Sustainable Aviation Fuel fliegen“, informiert Jutta Ochsenhofer.
Nachhaltigkeit im Hotel ist vielen Konsumenten wichtig. „Hierfür gibt es grüne Siegel und eine Buchungsplattform namens Axolot. Einige Veranstalter unterstützen Schul- und Ausbildungsprojekte und binden die örtliche Bevölkerung in den Wertschöpfungsprozess ein“, sagt Jutta Ochsenhofer.
Die geopolitische Lage spielt beim Buchen eine Rolle. „Destinationen wie die USA werden ausgelassen“, weiß Jutta Ochsenhofer. „Flugrouten werden länger, da Russland und aktuelle Kriegsgebiete nicht überflogen werden. Die beliebtesten Urlaubsdestinationen der Burgenländer sind aber sicher.“
Und dazu zählt jedenfalls auch das Burgenland, das in diesen unruhigen Zeiten mit Natur, Erholung und Genuss aufzeigen kann.
Hinsichtlich der Buchungslage im Burgenland gibt sich Didi Tunkel, Geschäftsführer von Burgenland Tourismus, optimistisch: „Nachdem der Juni bisher sehr gut verlaufen ist und angesichts der stabilen Wetterlage, der starken Nachfrage nach Natur-, Genuss- und Radurlaub sowie des attraktiven Kulturprogramms blicken wir optimistisch auf die kommenden Wochen und rechnen mit einer guten Auslastung.“

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Der Neusiedler See hält heuer jedenfalls, was er verspricht. Der Wasserstand hat sich im Vergleich zu 2023 deutlich stabilisiert, beste Voraussetzungen für Wassersport und Genussurlaub sind gegeben. Entsprechend positiv ist die Stimmung bei den Betrieben in der Region. Andererseits seien, heißt es von Burgenland Tourismus, die Betriebe wirtschaftlich vom enormen Kostendruck und den Preissteigerungen betroffen.
2,7 Tage lang bleiben die Urlaubsgäste durchschnittlich im Burgenland. Drei von vier Besuchern kommen aus Österreich, der Inlandstourismus sorgt im Burgenland für 2,5 Millionen Nächtigungen pro Jahr. Wichtigster Auslandsmarkt ist Deutschland, das mit 12% Anteil an den Nächtigungen und 400.000 Übernachtungen an zweiter Stelle liegt. Dahinter reihen sich Ungarn, Tschechien, die Slowakei und die Schweiz ein.
Vermehrt suchen die Gäste nach Erlebnissen, die Regionalität, Natur und Ruhe vereinen, heißt es von Burgenland Tourismus: „Wir wissen aus Studien und der Marktforschung, dass hochwertiger Tourismus in den Bereichen Kulinarik und Weingenuss sehr hoch im Kurs steht. Außerdem zeigt der aktuelle Trend im internationalen Tourismus ein starkes Wachstum im Wellness-Tourismus.“
Nachhaltigkeit ist auch für die burgenländischen Tourismusbetriebe ein Thema. Zu den Pionieren in Sachen Nachhaltigkeit, der Landhofmühle im Südburgenland und dem Hotel Vila Vita in Pamhagen, kamen weitere umweltbewusste Tourismusbetriebe hinzu, so das Hotel „Der Oberjäger“ in Lackenbach, die St. Martins Therme & Lodge oder die Therme Lutzmannsburg.
Seit 2024 ist in die Burgenland Card die kostenlose Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln inkludiert. „Dadurch können Urlauber nicht nur rund 380 Attraktionen vergünstigt nutzen, sondern auch nachhaltig und flexibel das Land erkunden“, informiert Burgenland Tourismus.
Neue Initiative: Camping Burgenland
80 Prozent Nächtigungszuwachs wurden bei Campingurlauben im Burgenland zwischen 2014 und 2024 verzeichnet. Damit liegt das östlichste Bundesland noch deutlich über den ohnehin schon positiven Zuwachszahlen für ganz Österreich (plus 66% im selben Zeitraum).
Mehr als 500.000 Nächtigungen wurden 2024 auf den 22 Campingplätzen im Burgenland gezählt. Damit erfolgt jede sechste Nächtigung im Zelt, Wohnwagen oder Mobile Home. Fürs Campen entscheiden sich dabei längst nicht mehr nur Gäste mit kleiner Urlaubskassa, gerade im hochwertigen Camping- und Glamping-Segment sehen Tourismus-Experten große Wachstumschancen.

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Dem wird im Burgenland mit einer eigenen Camping-Initiative Rechnung getragen. „Um die legistischen Voraussetzungen und Vereinfachungen zu schaffen, haben wir eine Reihe von Vorschlägen für die Novellierung des Camping- und Mobilheimgesetzes an die zuständigen Stellen im Land übergeben“, berichtet Tourismus-Chef Didi Tunkel. Durch Anpassungen soll beispielsweise eine legale Basis für Stellplätze bei Winzern geschaffen werden.
Weiters geplant ist das Erschließen von „Potenzialplätzen“ mit neuen Betreibern – Gespräche mit Gemeinden, die die Chancen erkannt haben, seien im Laufen. In Podersdorf und Breitenbrunn, wie auch in Königsdorf und Jennersdorf wurden bestehende Camping-Angebote bereits modernisiert.
Am Neuen Strand der Esterhazy Betriebe in Breitenbrunn wird in der zweiten Ausbaustufe ein hochqualitatives Camping- und Glampingprojekt mit Zelten direkt an der Kulisse des Neusiedler Sees realisiert. In Podersdorf warten moderne Mobile-Homes mit Schlafhöhle im Obergeschoß, Küche samt Essbereich, Regenwalddusche und offener Terrasse auf die Gäste.