Warum das Burgenland bei der Gesundheitsversorgung Druck machtund was Patienten von der Debatte erwarten dürfen.
Verkehrsbetriebe Burgenland: Private Bus-Anbieter bleiben an Bord
Drei Mobilitätspartner
Nach langen Verhandlungen haben sich die Verkehrsbetriebe Burgenland und ihre Mobilitätspartner geeinigt: Blaguss, die Postbus AG und Dr. Richard setzen ihre Zusammenarbeit mit dem Landesunternehmen fort. Gemeinsam wurden nun auch neue Ausbaupläne präsentiert.
Die VBB und ihre Partner (v.l.): Ludwig Richard (Eigentümer Dr. Richard Gruppe), Paul Blaguss (geschäftsführender Gesellschafter Blaguss Reisen GmbH), Alexander Randa-Tropper (Postbus AG), Landesrat Heinrich Dorner und die VBB-Geschäftsführer Wolfgang Werderits und Johannes Jandrisevits.
© Landesmedienservice
Die Kooperation in allen Landesteilen will man noch weiter intensivieren, wurde bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt angekündigt: Das Angebot soll „flächendeckend“ ausgebaut werden, die Busse auf lange Sicht emissionsfrei fahren. Basis der Zusammenarbeit sind Ausschreibungen, die zum Teil bereits über die Bühne gebracht wurden. Begleitet habe den gesamten Prozess eine unabhängige Jury, heißt es seitens des Landes, unter anderem mit Beratern aus Berlin und rechtlich gestützt von einer Vergaberechts-Anwaltskanzlei.
Eine Neuerung ist, dass die Zusammenarbeit mit der ÖBB-Tochter Postbus AG auf Basis einer „öffentlich-öffentlich-Kooperation“ funktioniert. Darüber hinaus läuft derzeit eine weitere Ausschreibung, die laut VBB „bewusst für kleine und mittlere Unternehmen geöffnet wurde, um auch regionalen Betrieben Chancen zu geben und die Wertschöpfung im Land zu stärken“.
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„Ich freue mich, dass wir auch in Zukunft Seite an Seite mit bewährten starken Partnern für eine flächendeckende Versorgung mit öffentlichen Verkehrsmitteln im gesamten Burgenland sorgen“, sagte Verkehrslandesrat Heinrich Dorner; die Angebote werde man im Sinne der Bevölkerung weiter optimieren. Die VBB-Geschäftsführer Wolfgang Werderits und Johannes Jandrisevits unterstrichen einerseits die Ausschreibung für KMU-Anbieter.
Werderits betonte, dass durch einen einheitlichen Außenauftritt und die Errichtung eines zentralen Kundendienstes auch das Service für die Fahrgäste verbessert werde. „Und die öffentliche Vergabe stärkt nicht nur die Kostentransparenz, sondern erhöht auch die Wettbewerbsfähigkeit im regionalen Verkehrssektor.“
Seit 2021 betreibt das Land die eigenen Buslinien. Vor genau zwei Jahren habe man „gemeinsam mit den privaten Mobilitätspartnern ein neues Zeitalter im öffentlichen Verkehr eingeläutet“: Das Angebot wurde mit dem Start 13 neuer Buslinien und der Einführung des Burgenländischen Anrufsammeltaxis (BAST) ausgeweitet.
Partner zeigen sich motiviert, Opposition bleibt kritisch
Dass die Zusammenarbeit auf Basis von Verlässlichkeit und einem gemeinsamen Verständnis für die Herausforderungen der jeweiligen Region funktioniere, hoben auch die Vertreter der Partner-Unternehmen hervor: Ludwig Richard als Eigentümer der Dr. Richard Gruppe, Paul Blaguss und Alexander Randa-Tropper von der Postbus AG wollen weiter mit an Bord sein und den Busverkehr „nachhaltig weiterentwickeln und zukunftsfit machen“.
Es gibt aber nach wie vor auch politische Stimmen, die den Verkehrsbetrieben kritisch gegenüberstehen. Die FPÖ bemängelte zuletzt rund um den Schulbus-Verkehr Pannen, auf die man seitens der VBB bereits reagiert hat; die ÖVP bleibt - trotz Partner-Unternehmen - kritisch aus Sicht einer möglichen Konkurrenz zur Privatwirtschaft.
Seitens des Landes und der VBB wird auf die besagten Ausschreibungen und die angestrebte Zusammenarbeit mit KMU verwiesen. Ebenso wie auf die aktuellen Fahrgastzahlen: Laut Zahlen der VBB seien mit Ende August insgesamt bereits knapp 970.000 Personen mit den Linien unterwegs gewesen, das BAST sei von mehr als 136.000 Fahrgästen in Anspruch genommen worden.