Während das neue Gesetz zu Integrations-Pflichten vorbereitet wird, zeigen die Zahlen: Burgenland hat im Österreich-Vergleich den geringsten Zuzug: Der Anteil von Menschen mit ausländischem Geburtsort, wie es statistisch heißt, liegt bei 13,9 Prozent.
30 Jahre Esterházy-Stiftungen: Jubiläumsfeier für den „Impulsgeber“
Festakt im Schloss
Seit der Gründung durch Fürstin Melinda Esterházy im Jahr 1994 sehen sich die Stiftungen als Impulsgeber und moderner Leitbetrieb in der Region. Das 30-jährige Jubiläum wurde im Eisenstädter Schloss mit Freunden und Geschäftspartnern gefeiert.
Vorstandsvorsitzender Stefan Ottrubay (M.) mit den beiden Vorständen Michael Gröschl (l.) und Matthias Grün (r.).
© Andreas Tischler
Mit der Jubiläumsgala auf Schloss Esterházy präsentierten sich die Gastgeber in wirtschaftlicher wie künstlerischer und auch kulinarischer Vielfalt. Mehr als 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur nahmen am Festakt teil. Vorstandsvorsitzender Stefan Ottrubay und die beiden Vorstände Matthias Grün und Michael Gröschl begrüßten zahlreiche prominente Gratulanten.
Die offiziellen Worte zum Festakt kamen von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf und Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner. Vorstand Matthias Grüngab einen Einblick in die Entwicklungen und Investitionen der vergangenen 30 Jahre: So wurden seit Bestehen der Stiftungen insgesamt 224 Millionen Euro in die Pflege, Sanierung und Aufwertung der geschichtsträchtigen Kulturdenkmäler und der Sammlungen investiert.
In seiner Laudatio sprach Franz Patay, Geschäftsführer der Vereinigten Bühnen Wien, über seine langjährige Verbindung zu Esterházy. Stiftungsvorsitzender Stefan Ottrubay betonte in seiner Rede die Bedeutung der Stiftungen und deren Engagement im Burgenland.
Unter anderem feierten im Schloss auch Israels Botschaftsrätin Maya Karmely Sommer, Intendant Daniel Serafin, die ehemalige Direktorin des Jüdischen Museums Wien, Danielle Spera, oder der Direktor der Nationalparkgesellschaft Neusiedler See–Seewinkel, Johannes Ehrenfeldner, das Jubiläum der Esterházy-Stiftungen.
Über die Esterházy-Stiftungen & Esterhazy Betriebe
224 Millionen Euro wurden in den vergangenen 30 Jahren in die großen historischen Kulturdenkmäler Burg Forchtenstein, Schloss Esterházy und Schloss Lackenbach sowie in die Sammlungen investiert. Die wachsenden Erträge der Wirtschaftsbetriebe sichern die Liquidität, um den Stiftungsauftrag zu erfüllen, wurde zum Jubiläum erklärt.
Mittlerweile ist Esterházy in den fünf Unternehmensbereichen Immobilien, PANNATURA (Forst- und Landwirtschaft, Naturschutzagenden), Weingut, Hospitality sowie Tourismus, Kultur und Veranstaltungen tätig und beschäftigt rund 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für das laufende Geschäftsjahr 2024 wird eine weitere Umsatzsteigerung auf rund 100 Millionen Euro erwartet. Im Vergleich mit den Ergebnissen der Anfangsjahre hat sich der Umsatz in den letzten drei Jahrzehnten etwa verfünffacht.
Die großen musikalischen Formate Oper im Steinbruch, Herbstgold-Festival oder neue Festivals wie „quartetto plus“ (Streichquartette) und Keys to Heaven (Pianofestival) gehen auf das Engagement der Stiftungen zurück. Bereits 2009 wurde in Ungarn der im Zwei-Jahres-Rhythmus vergebene „Esterházy Art Award“ ins Leben gerufen.
Mit der Eröffnung des Boutique Hotels „Zum Oberjäger“ in Lackenbach 2018 und dessen Erweiterung setzte Esterhazy auch im Mittelburgenland einen touristischen Impuls. Im Herbst 2022 wurde in unmittelbarer Nähe zum Schloss in Eisenstadt das Hotel Galántha eröffnet.
Am Weingut Esterházy bei Trausdorf begann 2019 die sukzessive Umstellung auf biologischen Weinbau, die 2023 in den Abschluss der Biozertifizierung gipfelte.