Während das neue Gesetz zu Integrations-Pflichten vorbereitet wird, zeigen die Zahlen: Burgenland hat im Österreich-Vergleich den geringsten Zuzug: Der Anteil von Menschen mit ausländischem Geburtsort, wie es statistisch heißt, liegt bei 13,9 Prozent.
Heute ist „Equal Pension Day“: Gleichberechtigung bei der Auszahlung
Forderung für Frauen
Der Equal Pension Day in Österreich markiert den 6. August als jenen Tag, an dem Männer im Schnitt bereits so viel Pension am Konto haben wie Frauen bis zum Jahresende. Im Burgenland war dieser Tag bereits am 3. August. Die Botschaft von Politik und Gewerkschaft lautet: Frauen haben nicht nur beim Einkommen das Nachsehen, sondern auch bei der Pension.
Mit dem 6. August haben Männer schon so viel Geld am Pensionskonto wie Frauen zum Jahresende ...
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Die durchschnittliche Pension für Männer aus dem Burgenland beträgt 2.276 Euro, während sie für Frauen nur bei 1.344 Euro liegt. Der Unterschied hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur minimal um zwei Tage oder 0,5 Prozent verringert. AK-Präsident Gerhard Michalitsch fordert, „dass die Politik und die Betriebe dafür sorgen müssen, dass ein Arbeiten bis zur Pension möglich ist. Ebenso ist eine bessere Anrechnung der Kindererziehungszeiten ein wichtiger Schritt für eine höhere Pensionsleistung für Frauen.“
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Gründe für die Schlechterstellung sind lange Teilzeitphasen, niedrigere Einkommen oder Unterbrechungen aufgrund von Pflege- und Kindererziehungszeiten. Hürden, denen Frauen bereits im Erwerbsleben gegenüberstehen. „Rund jede dritte Frau geht schon jetzt nicht direkt von ihrem Job in die Pension. Denn oft werden von Unternehmen keine Jobs für Ältere angeboten“, kritisiert auch AK-Expertin Gabi Tremmel-Yakali.
Was es laut Arbeiterkammer Burgenland an Maßnahmen auf Bundesebene brauche, sind eine bessere Bewertung der Kindererziehungs- und Pflegekarenzzeiten, flächendeckende Kinderbetreuung, einen Rechtsanspruch auf einen Arbeitsplatz mit gesunder Vollzeit sowie alternsgerechte Arbeitsbedingungen.

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Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf wies zusammen mit ÖGB-Landesfrauenvorsitzender Bianca Graf und Landesfrauensekretärin Caroline Kolonovits auf die Forderungen zur Gleichberechtigung hin. Drohende Altersarmut und Verteilungsungerechtigkeit, die sich im Equal Pension Day manifestieren, seien demnach oft weitere Herausforderungen für Frauen in ihrer zweiten Lebenshälfte.
Die „strukturellen Nachteile für Frauen im Berufsleben“ würden auch im direkten Zusammenhang mit Armut im Alter stehen, unterstreichen Eisenkopf und die ÖGB-Frauen.

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ÖVP-Frauensprecherin Julia Schneider-Wagentristl betont, es müsse intensive Aufklärungsarbeit geleistet und mehr Bewusstsein für die negativen Pensionsfolgen geschaffen werden. „Alle Möglichkeiten, um eine finanzielle Unabhängigkeit zu sichern, soll abgewogen werden.“ Sie rät zu einem „früheren Wiedereinstieg nach der Karenz“ und vor allem zur partnerschaftlichen Aufteilung der Betreuungs- und Erwerbsarbeit, „mit einem Pensionssplitting sowie einer freiwilligen Selbst- und Höherversicherung“.