Mit fünf Verträgen sichern Land Burgenland und ÖBB Investitionen von insgesamt 109,55 Millionen Euro in die Modernisierung und den Ausbau mehrerer Bahnstrecken und Bahnhöfe.
Trinkwasserleitung soll Nordburgenland mit Stadt Baden verbinden
Gegenseitige Absicherung
Der Wasserleitungsverband Nordburgenland und die Stadt Baden errichten eine Verbindungsleitung. 1,2 Millionen Euro werden in das Projekt investiert.
Helmut Herlicska (Technischer Betriebsleiter WLV), WLV-Obmann Ernst Edelmann, Bürgermeister der Stadtgemeinde Baden Stefan Sziruscek, Nikolaus Sauer (Leitender Bediensteter WLV) und Josef Pleyer (Leiter Wasserwerk Baden)
© zVgWLV Nord
Der Wasserleitungsverband (WLV) Nördliches Burgenland und die Stadt Baden sind übereingekommen eine grenzüberschreitende (Burgenland und Niederösterreich) Verbindungsleitung zwischen den beiden Trinkwasserversorgungssystemen samt einem dafür erforderlichen neuen Pumpwerk zu errichten, um die Trinkwasserversorgung in beiden Versorgungsbereichen in Zukunft noch besser abzusichern.
Für das Projekt wurde bereits im Jahr 2021 gemeinsam eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, deren Ergebnis sowohl die Sinnhaftigkeit wie auch die technische Umsetzbarkeit zeigt. Konkret ist die Errichtung einer etwa 1900 m langen Verbindungsleitung mit einem Durchmesser von 400 mm (DN 400) zwischen dem Leitungsknotenpunkt beim Brunnen Zillingdorf der Stadt Baden und dem Brunnenfeld Neufeld des Wasserleitungsverbandes Nördliches Burgenland vorgesehen. Beim Brunnenfeld Neufeld soll weiters ein Pumpwerk errichtet werden, um bei verschiedenen Betriebszuständen eine Wassermenge von circa 120 Liter pro Sekunde bei Bedarf austauschen zu können.
Projektumsetzung 2024/25
Durch die vorgesehenen Anlagen sollen insbesondere bei Rohrbrüchen, Ausfall von Versorgungsanlagen und auftretenden Versorgungsspitzen, gegenseitig bei Bedarf die erforderlichen Wassermengen zur Verfügung gestellt werden, um die Trinkwasserversorgung sicherzustellen. „Eine langfristige einseitige Lieferung in nur eine Richtung ist dabei nicht das Ziel. Die gegenseitige Absicherung ist der Zweck des Vorhabens, was vor allem aufgrund der sehr ähnlichen Wasserbeschaffenheit sehr gut zu gewährleisten ist“, heißt es in einer Aussendung des Wasserleitungsverbandes Nordburgenland. Um eine sofortige Betriebsbereitschaft und eine gute qualitative Beschaffenheit zu gewährleisten, sei ein regelmäßiger Wasseraustausch in etwa wöchentlichen Intervallen vorgesehen.
Die erforderlichen Beschlüsse zur Projektumsetzung liegen bereits vor. Nun ist die Beauftragung und Einreichung eines wasserrechtlichen Bewilligungsprojektes vorgesehen. Die Umsetzung des mit circa 1,2 Millionen Euro veranschlagten Projektes, dessen Kosten zwischen den Projektpartnern aufgeteilt werden, soll in den Jahren 2024 / 2025 erfolgen.
„Die Umsetzung dieses Projektes ist ein wichtiger Meilenstein für die Wasserversorgung der Zukunft“, so der Obmann des WLV Nördliches Burgenland, Ernst Edelmann.
Der WLV ist ein Gemeindeverband, der sich aus 66 Gemeinden der drei politischen Bezirke Mattersburg, Eisenstadt und Neusiedl, zusammensetzt.