Zwölf Länder, tausend Geschichten und Erfahrungen, die weit über das Reisen hinausgehen: Michael Pahr erzählt warum es sich lohnt, die Welt auf eigene Faust zu entdecken.
Frischer Wind für die Momentothek in Oberwart
Geschichte in Bildern
Oberwarts Geschichte anhand von Bildern zugänglich zu machen, dass ist die Mission die Tillfried Schober mit seinerMomentothek verfolgt. Die Oberwarter Beachvolleyballerin Helena Ferstl-Schmid wird seit Juli von der Momentothek gesponsert und soll nun über Instagram mehr jungen Menschen dafür begeistert werden.
Helena Ferstl-Schmid soll Tillfried Schobers "Momentothek" zu neuem Schwung verhelfen.
© Emma Schmid
Die Oberwarter „Momentothek“ ist ein Herzensprojekt mit Geschichte. Was 2018 auf Initiative des Oberwarters Tillfried Schober begann, hat sich zu einem der bedeutendsten digitalen Archive im Burgenland entwickelt. Die Momentothek Oberwart zählt mittlerweile über 7.000 Einträge und es werden täglich mehr.
„Die Grundidee war eigentlich eine persönliche Erfahrung“, erinnert sich Tillfried Schober. „Als meine Oma starb, gab es auch dort eine Schuhschachtel mit Fotos. Ich habe 20 davon aufgehoben und war mir sicher, dass die dann auch irgendwann verloren gehen könnten. Also stellte ich mir die die Frage, wie man verhindern kann, dass alte Fotos verschwinden. Und das war die Idee zur Momentothek“, so Schober.
Kirchenplatz als Ort bewegender Momente
Mit der Entscheidung Helena Ferstl-Schmid finanziell zu unterstützen, wurde nun auch die Idee geboren, frischen Wind in die Momentothek zu bringen. Helenas ältere Schwester Emma betreut den Instagram-Auftritt, der die junge Generation auch mit ins Boot holen soll. Helena soll junge Menschen animieren, mit ihren Eltern und Großeltern ebenfalls auf Schatzsuche zu gehen. Den Anfang dazu machten Oma und Opa Ferstl, die alte Fotoalben durchstöberten undin die Momentothek hochluden.
Das aktuelle Sponsorenfoto der Momentothek entstand am Platz vor der katholischen Kirche und das nicht zufällig. Regina und Karl Ferst haben hier viele prägende Erlebnisse gehabt. Vor 37 Jahren wurde an diesem Ort eine Elendshütte nachgebaut, um auf die dramatischen Lebensbedingungen der Müllsammler in Kairo aufmerksam zu machen. Oberwart gehörte damals zu den ersten Gemeinden, die das „Hilfswerk Schwester Emmanuelle“ unterstützten und Spenden sammelten.
Auch der sogenannte Bepo-Bus stand hier: ein umgebauter Reisebus, der als erste Verkaufsstelle des Dritte-Welt-Ladens in Oberwart diente. Viele Ehrenamtliche hielten damit den Weltladen über 23 Jahre lang am Laufen – bis zur Übersiedlung nach Pinkafeld.
Wer mehr aus der „Schatzkiste“ der Familie Ferst sehen will und erfahren möchte, warum 1993 ein großes Indianerzelt vor der Kirche stand, findet die Bilder in der Momentothek,