Lego-Sammler: Wie man sich einen Kindheitstraum erfüllt

Gols

Der gebürtige Mönchhofer Christian Haller sammelt Lego Sets. Binnen sechs Jahren ist es ihm gelungen, eine veritable Sammlung mit dezidiertem Fokus auf Star Wars-Modelle aufzubauen.

Von Klaus Zwinger

Christian Haller vor einem Teil seiner Sammlung.

Christian Haller vor einem Teil seiner Sammlung.

© Klaus Zwinger

Was Christian Haller in seinem Haus in Gols beherbergt, ist nichts Geringeres als ein Traumland für Kinder, das auch so manchen Erwachsenen ins Staunen bringen kann. Über die letzten Jahre hat er hier eine stattliche Sammlung von knapp 350 Lego-Sets und exakt 248 Minifiguren zu verschiedenen Themengebieten zusammengetragen. Der primäre Fokus liegt klar auf Star Wars – neben den großen Ausstellungsstücken wie dem bekannten „Todesstern“ oder dem „Millennium Falcon“ hat Haller aber auch Sets, die einzelne Szenen aus den Filmen darstellen und einige Vorher/Nachher-Varianten von Sets, die sich über die Jahrzehnte verändert haben.

Der Großteil dieser Sammlerstücke findet sich in einer riesigen Vitrine, die er sich von lokalen Betrieben eigens hat anfertigen lassen. Blickfänger sind auch thematische Ausreißer wie etwa eine Nachbildung der Tower Bridge oder ein Modell des Überschall-Passagierflugzeugs Concorde.

Lego-Sammler: Wie man sich einen Kindheitstraum erfüllt

© Klaus Zwinger

Sammlung in kurzer Zeit aufgebaut

Schon als Kind war er von den Legosteinen fasziniert. Mit seiner Sammlung hat der heute 32-Jährige aber erst vor sechs Jahren begonnen. Damals sah er im Kellerstüberl eines Freundes ein paar ausgestellte Sets und dachte sich „das gefällt mir, das mache ich jetzt auch“.

Die Pandemie ab 2020 bot mit ihrem allgegenwärtigen Überfluss an Zeit selbstverständlich auch einen überaus geeigneten Nährboden für so ein Unterfangen. Umfangreiche Online-Recherchen zu spezifischen Sets und Austausch mit anderen Sammlern über Facebook-Gruppen machten die Errichtung einer so gewaltigen Sammlung in verhältnismäßig kurzer Zeit möglich. „Das war ein guter Zeitvertreib“, meint Haller lachend dazu.

Gleichzeitig musste er sich auch selbst Grenzen setzen, denn bevor er seinen Lego-Raum im Haus einrichten konnte, war alles noch behelfsmäßig in seiner alten Wohnung untergebracht. Selbst jetzt geht ihm im eigens angelegten Raum langsam der Platz aus.

Lego muss trotz allem Spielzeug bleiben

Für ihn ist auch wichtig, dass die Legosets und -figuren trotz aller Sammelleidenschaft auch Spielzeug bleiben. Er erzählt, dass er sich oft vorstellt, wie es für ihn gewesen wäre, wenn er diesen seinen Ausstellungsraum als Kind betreten hätte und nichts anfassen hätte dürfen - "Da wäre für mich eine kleine Welt zusammengebrochen".

Sein Neffe hat es heute besser: nichts, das nicht angefasst werden darf, alles ist erlaubt. Und wenn etwas zu Bruch geht, wird es einfach wieder zusammengesetzt.

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Lego-Sammler: Wie man sich einen Kindheitstraum erfüllt

© Klaus Zwinger

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Lego-Sammler: Wie man sich einen Kindheitstraum erfüllt

© Klaus Zwinger

Lego-Sammler: Wie man sich einen Kindheitstraum erfüllt

© Klaus Zwinger

„Das Schönste beim Lego-Sammeln ist ja sowieso immer das Zusammenbauen der Sets“, schwärmt Haller. Ein Vergnügen, das allerdings nicht immer besonders lange anhält: auch für eines seiner größten Stücke, die Titanic mit über 9.000 Teilen, schätzt er die Bauzeit bei etwa zwölf Stunden ein.

Sets von dieser Größe sind aber nicht nur aufgrund ihrer Komplexität mit dem Verweis „18+“ markiert, auch preislich handelt es sich hier um Investitionen, die man sich nicht unbedingt nebenbei gönnt. 679,99 Euro zahlt man heute (12. August) für das umfangreiche Modell. „Gut, dass ich es nicht selber bezahlen musste!“, lacht Haller, der es kürzlich zum dreißigsten Geburtstag geschenkt bekam.

Kindheitstraum erfüllt

Einen großen Kindheitstraum hat er sich im vergangenen Juni erfüllt, als er mit seiner Freundin für zwei Tage ins Legoland Billund in Dänemark gefahren ist. Dort bestaunte er die aus Lego konstruierte Welt, speziell das Lego Haus hat es ihm angetan. „Da bin ich mir wieder vorgekommen, wie ein kleines Kind“, berichtet er von seiner Reise. Ein Gefühl, dass sich letzten Endes mit keinem Geld der Welt aufwiegen lässt.