Drei Abende lang stand der Festsaal der Volksschule Parndorf ganz im Zeichen der traditionellen Tamburizzamusik. Der Tamburizza-Verein „Ivan Vukovič – Parndorf“ lud von Freitag bis Sonntag zum Großen Tamburizza Herbstkonzert und durfte sich über einen großen Besucherandrang freuen.
Hans Nittnaus: Streifzug durch 50 Jahre Weinbau
Gols
Der Golser Winzer Hans Nittnaus feierte heuer seinen 70. Geburtstag und begeht derzeit seine 50. Weinlese. Am vergangenen Samstag feierte er den Anlass mit einer ausführlichen Weinverkostung durch die Jahrzehnte sowie einem Jazzkonzert.
Hans Nittnaus führte im Rahmen einer „Masterclass“-Weinverkostung durch die Jahrzehnte seines Schaffens.
© Klaus Zwinger
Am Samstag zelebrierte Hans Nittnaus im feierlichen Rahmen seine 50. Weinlese. Im Mittelpunkt stand dabei eine sogenannte „Masterclass“, bei der er eine Gruppe aus über 30 hochkarätig besetzten Teilnehmern aus Presse, Handel und Sommellerie anhand von Weinen aus den letzten fünf Jahrzehnten durch sein Schaffen führte. Das Programm reichte vom Golser Ausbruch bis zum Furmint vom Joiser Tannenberg – dazu natürlich auch Comondor, Pannobile und jede Menge Blaufränkisch.
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Als besonderes Highlight gab es am Ende die Weltpremiere vom Comondor weiß (erster und einzige weißer Comondor, Jg. 2023), der ebenfalls verkostet wurde. Im Anschluss folgte ein einstündiges Hofkonzert der John Nittnaus Band, bei dem der Gastgeber Klavier spielte.

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Ab 1975 für die Weinlese verantwortlich
Am folgenden Tag präzisierte er noch einmal im Interview: „Ich war natürlich als Kind auch schon bei vielen Weinlesen dabei, aber ab 1975 war ich auch dafür verantwortlich“, so Nittnaus. Überhaupt habe seit damals einiges verändert. So wurden die Trauben damals beispielsweise noch später gelesen – davon zeugen Fotos in Nittnaus Verkostungsraum, welche die Erntehelfer bei der üblichen Lese (und nicht für Eiswein) mitunter im Schnee zeigen. Was sich über die letzten 50 Jahre jedoch nicht verändert hat, ist die Weinlese per Hand.
„Das ist für uns unverzichtbar, da wir sonst keine individuelle Auslese der Trauben machen können“, so Nittnaus. Die Zukunft des burgenländischen Weins sieht der vielfach prämierte Winzer im Blaufränkisch und im Furmint.

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„Besonders beim Rotwein bin ich überzeugt, dass der Blaufränkisch noch mehr unsere Identität im Burgenland werden wird. Ein Merlot wächst beispielsweise auf der ganzen Welt und wird auch überall gut, das ist aber das wird dann auch ein bissl fad.“ Beim Weißwein hat der Winzer mit dem Furmint vor einigen Jahren eine Leidenschaft für sich entdeckt. Geschmacklich zwischen Chardonnay und Riesling angesiedelt, sieht der Winzer in dieser alten ungarischen Sorte eine Perspektive für die Zukunft. Wenig überraschend, dass er im Blaufränkisch Jungenberg 2016 und Furmint Tannenberg 2022 seine bislang größte Kreationen sieht.

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In Zukunft in beratender Funktion tätig
In Zukunft will Hans im Betrieb vor allem in beratender Funktion tätig sein. Seine beiden Söhne Martin und Andreas sowie seine Nichte Lydia sind ohnehin längst unabdingbare Bestandteile des Betriebs geworden.