Während das neue Gesetz zu Integrations-Pflichten vorbereitet wird, zeigen die Zahlen: Burgenland hat im Österreich-Vergleich den geringsten Zuzug: Der Anteil von Menschen mit ausländischem Geburtsort, wie es statistisch heißt, liegt bei 13,9 Prozent.
Lutzmannsburg: Campingboom im Burgenland hält an
Im Plus!
Die Campingbranche in Österreich jubelt über das fünfte Rekordjahr in Folge. Besonders das Burgenland sticht mit einem zweistelligen Plus bei den Nächtigungen hervor, wobei ein Betrieb aus Lutzmannsburg europaweit an der Spitze steht.
Viel Spaß und Action wartet auf die Camping-Gäste im Burgenland.
© APA/FLORIAN WIESER, FLORIAN WIESER
Das Reise- und Buchungsportal camping.info hat die Übernachtungszahlen für das Jahr 2025 auf Basis von Daten der Statistik Austria ausgewertet. Das Ergebnis zeigt eine klare Tendenz: Urlaub mit dem Wohnmobil, Caravan oder Zelt ist so gefragt wie nie zuvor. Österreichweit wurde mit 8,8 Millionen Übernachtungen ein neuer Höchststand erreicht, was einer Steigerung von 3,46 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Kräftiges Plus im Burgenland
Während Bundesländer wie Niederösterreich oder Oberösterreich leichte Rückgänge hinnehmen mussten, verzeichnete das Burgenland ein deutliches Wachstum. Mit 561.498 Nächtigungen im Jahr 2025 stiegen die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um 11,99 Prozent. Damit liegt das Burgenland beim Zuwachs im Bundesländer-Ranking an zweiter Stelle, nur geschlagen von Wien.
Europa-Sieger kommt aus Lutzmannsburg
Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg im Burgenland ist die Qualität der Betriebe. Beim aktuell verliehenen camping.info Award 2026, der auf den Bewertungen von Campern basiert, sicherte sich das Camping Sonnenland in Lutzmannsburg den ersten Platz – nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa. Der Betrieb punktete bei den Gästen vor allem in den Kategorien Kinderfreundlichkeit, Verpflegung und Freizeitangebot.
Trend zum Wintercamping
Die Analyse der Daten zeigt zudem eine Veränderung im Reiseverhalten. Die klassischen Sommermonate Juli und August waren zwar leicht rückläufig, bleiben aber die stärksten Monate. Dafür gab es enorme Zuwächse in der Nebensaison: Der Juni legte um 35 Prozent zu, der September um 19 Prozent. Auch das Wintercamping gewinnt an Bedeutung. Im November und Dezember stiegen die Übernachtungen bundesweit um bis zu 13 Prozent.
Laut Maximilian Möhrle, Geschäftsführer von camping.info, bietet diese Diversifizierung den Betreibern die Chance, ihre Auslastung über das gesamte Jahr hinweg stabil zu halten und Camping als ganzjährige Urlaubsform zu etablieren.