Modernisierung urologischer Eingriffe an der Klinik Kittsee

Innovative Lasertechnik

Der Fachschwerpunkt Urologie an der Klinik Kittsee erweitert seine Kapazitäten im Bereich der endourologischen Chirurgie.

Von Von BVZ Redaktion

Das OP-Team rund um OA Dr. Dr. Karl Georg Sommer in der Klinik Kittsee: Michael Grohsschmidt, Patrick Hallach, Karl Georg Sommer, Marija Adadamovic und Beate Limp (v.l.)

Das OP-Team rund um OA Dr. Dr. Karl Georg Sommer in der Klinik Kittsee: Michael Grohsschmidt, Patrick Hallach, Karl Georg Sommer, Marija Adadamovic und Beate Limp (v.l.)

© zVg Gesundheit Burgenland

Seit Mai steht dem Team ein hochmodernes Lasersystem zur Verfügung, das bei der Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung sowie in der Steintherapie zum Einsatz kommt. Durch diese technische Modernisierung wird die urologische Versorgung im Norden des Burgenlandes nachhaltig gestärkt.

„Die urologische Versorgung der Bevölkerung wird auch in der künftigen Klinik Gols eine zentrale Rolle spielen“, betont Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. Das neue System und die Expertise des Teams rund um Oberarzt Karl Georg Sommer stünden für medizinischen Fortschritt und höchste Versorgungsqualität im Burgenland.

Das neue Verfahren gilt international als einer der führenden Standards. „Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet dies vor allem schonendere Eingriffe mit weniger Blutungskomplikationen, kürzere Katheterliegezeiten und eine raschere Erholung“, erklärt der Leiter des Fachschwerpunktes Urologie, Oberarzt Karl Georg Sommer. In den meisten Fällen ist bereits am ersten Tag nach dem Eingriff eine Entlassung nach Hause möglich. Die Operationszeiten verkürzen sich, wodurch offene Operationen in den allermeisten Fällen vermieden werden können.

Höhere Flexibilität

Neben der Behandlung der Prostata können Nieren-, Harnleiter- und Blasensteine präzise zertrümmert werden. Je nach klinischer Situation werden die Steine entweder in feine Partikel zermahlen oder für die direkte Bergung zerlegt. Zudem erleichtern die Geräte die Organisation im Operationssaal, da durch einen integrierten Absaugmechanismus weniger Platz benötigt wird. „Die Neuanschaffungen ergänzen unser bereits jetzt exzellentes Angebot und ermöglichen die Implementierung modernster international etablierter Behandlungsstandards“, betont auch Stephan Kriwanek, der medizinische Geschäftsführer der Gesundheit Burgenland.

Modernisierung urologischer Eingriffe an der Klinik Kittsee

© zVg Gesundheit Burgenland

Zusätzlich wurde die Ausstattung um besonders feine Instrumente erweitert, die über die Harnröhre eingeführt werden und die Belastung für die Betroffenen reduzieren. Künftig erweitert die Klinik Kittsee ihr Angebot zudem um die sogenannte Rezum-Therapie, bei der Wasserdampf gezielt eingebracht wird, um überschüssiges Gewebe zu reduzieren. Diese Methode schont die Ejakulationsfunktion und erfordert meist nur eine leichte Beruhigung statt einer Vollnarkose.

Mit diesen Investitionen will die Klinik Kittsee ihre Rolle als regionales Kompetenzzentrum für moderne urologische Behandlungen im Burgenland festigen.