„Umarmt“ in der ehemaligen Synagoge Kobersdorf

Lesung und Konzert

In der ehemaligen Synagoge Kobersdorf gab es am Sonntag eine Uraufführung.

Von BVZ Redaktion

Franz Froschauer, Ralf Thenner, Harald Fink und Max Prenner vor dem Auftritt in der ehemaligen Synagoge.

Franz Froschauer, Ralf Thenner, Harald Fink und Max Prenner vor dem Auftritt in der ehemaligen Synagoge.

© Elisabeth Tritremmel

„Umarmt – Dos lied vunem ojsgehargetn jidischn volk“ heißt das Programm von Max Prenner und Franz Froschauer, das am vergangenen Sonntag in der ehemaligen Synagoge Kobersdorf seine Premiere feierte. Dabei standen jüdische Lebensgeschichten in Wort und Musik im Mittelpunkt.

Max Prenner bot gemeinsam mit Harald Fink und Ralf Thenner Melodien und Lieder – Lieder von Kindern, Gelehrten, Geliebten, Ermordeten und Namenlosen. So gab es unter anderem das bekannte Stück „Oyfn Pripetschik“ – „Auf der Herdstelle“ zu hören.

Franz Froschauer las aus Texten, etwa „Dos lied vunem ojsgehargetn jidischn volk / Großer Gesang vom ausgerotteten jüdischen Volk“ von Jizchak Katzenelson (übersetzt von Wolf Biermann). Aber auch Szenen aus dem Theaterstück „Eichmann“ über Adolf Eichmann, der die Deportation von Juden in Konzentrations- und Vernichtungslager organisierte, brachte er eindrucksvoll dar. „Es gibt sehr viel, von dem wir gedacht hätten, dass es so etwas nicht geben kann“, meinte Prenner.

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„Umarmt“ in der ehemaligen Synagoge Kobersdorf

© Elisabeth Tritremmel

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