Der Fahrplanwechsel im Verkehrsverbund Ostregion bringt Verstärkung zwischen Deutschkreutz, Wulkaprodersdorf, Eisenstadt und Wien. Aus dem Mittelburgenland erreicht man den Wiener Hauptbahnhof morgens im neuen Zug in weniger als 90 Minuten. Und ab 13. Dezember fährt auch die Mattersburger Bahn wieder. Hier gibt‘s alle Neuerungen!
Symposion in Neutal stellte Religion und Frieden ins Zetrum
Liederbuch der Vielfalt
Unter dem Titel „grenzen I los I tolerant – Religionen und Frieden?“ brachte die Private Pädagogische Hochschule Burgenland Religionslehrende aus allen Teilen des Burgenlandes in Neutal für ein Symposion zusammen. Zwei Tage lang reflektierten Religionsvertretende, Forschende und Lehrpersonen über die Rolle von Religion im Einsatz für Frieden und Demokratie, begleitet von Musik, Kunst und gelebter Vielfalt.
Das Institut für Religionspädagogik und transformative Bildung (IRTB) unter Adele Grill (1.v.l.) und Doris Ziniel (3.v.r.) lud Assoc. Prof. Dr. Judith Sipos, Dr. Katharina Le, Dipl. Päd. Verena Stampf, Mag. Ruth Plankensteiner und MMag. Markus Prenner zu fünf kreativen Workshops.
© Nadine Wiedemann
In einer Zeit des Krieges, der Entzweiung und Globalisierung gilt es umso mehr, Interkulturalität in allen Bereichen des Lebens zu wahren. Um dieses friedliche Miteinander zu garantieren, braucht es einerseits Schulen, die Bildung vermitteln, über Frieden aufklären und wichtige Werte im zwischenmenschlichen Umgang lehren. Andererseits ist seitens Lehrer- und Schülerschaft Offenheit und Kommunikationsstärke gefragt. In diesem Jahr werden zehn neue Religionslehrende mit diesen Aufgaben betraut.
Zur Eröffnung des Symposions trafen sich Ramazan Demir, Oberrabbiner Schlomo Hofmeister und Univ.-Prof. Dr. Regina Polak zur Podiumsdiskussion. Federführend war die Frage nach den Möglichkeiten von religiöser Vielfalt: »Was können Religionen angesichts einer immer stärker werdenden Polarisierung von „Wir“ und „den Anderen“ für ein Mehr an Demokratie, ein Weniger an Rassismus und insgesamt für ein friedliches Zusammenleben in unserer pluralen Welt beitragen?«
Ein weiteres Highlight war die Präsentation des neuen „Liederbuchs der burgenländischen Vielfalt“ in Zusammenarbeit mit dem Forum4Burgenland. Darin finden sich traditionelle Lieder auf Kroatisch, Ungarisch, Romani und Deutsch, ergänzt durch ausgewählte Zeichnungen aus über 300 Aussendungen von Schülerinnen und Schülern der zweisprachigen Schulen im Burgenland. So ist ein farbenfrohes Symbol für kulturelles Miteinander entstanden, das bereits jetzt im Gottesdienst oder Unterricht eingesetzt wird.
© Nadine Wiedemann
Überdies standen kreative Workshops am Programm: Friedenspädagogik und Interkulturalität nach dem „Betzavta“-Ansatz, Kunst als Ausdruck des Friedens, Tanz- und Theaterpädagogik sowie kreatives Schreiben. Alle Angebote verbanden Theorie mit Praxis und zeigten, wie Frieden nicht nur gedacht, sondern auch gelebt werden kann.
Mit dem Ausblick auf das Projekt „7 Tage für Frieden“ geht der Impuls nun weiter in die Schulen und Gemeinden des Burgenlandes. Denn klar ist, Frieden beginnt im Kleinen, im Gespräch, in der Vielfalt, im gemeinsamen Tun.
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