Elektronischer Akt spart dem Land zwei Millionen Blatt Papier pro Jahr

Mitarbeiter-Befragung

Seit dem Vorjahr wird im Burgenland mit dem ELAK gearbeitet – und der elektronische Akt kommt im Amt und in den Bezirkshauptmannschaften gut an, wie eine Befragung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeigte. Positiver Effekt: Neben Zeit wird auch ordentlich Papier gespart.

Von Wolfgang Millendorfer

Einblick in die ELAK-Umsetzung (v.l.): IT-Stabsabteilungsleiter und Digitalisierungsbeauftragter Nicolas Knotzer, Landesamtsdirektor Ronald Reiter.

Einblick in die ELAK-Umsetzung (v.l.): IT-Stabsabteilungsleiter und Digitalisierungsbeauftragter Nicolas Knotzer, Landesamtsdirektor Ronald Reiter.

© Wolfgang Millendorfer

Im Herbst ist es bald ein Jahr her, dass die letzte Regierungssitzung auf Basis von physischen Akten abgehalten wurde. Mit dem inzwischen wohlbekannten Kürzel ELAK hat der elektronische Akt das Land in eine neue Ära der Verwaltung gehoben. Das war von der Planung bis zur Ausrollung mit einiger Vorarbeit verbunden, und es läuft effizient, wie eine Studie der Forschung Burgenland gezeigt hat.

Die rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Amt der Burgenländischen Landesregierung und in den Bezirkshauptmannschaften mit dem ELAK arbeiten, haben dazu Fragebögen bekommen, die anonymisiert beantwortet werden konnten.

Die Rückmeldungen von mehr als 700 Teilnehmenden waren durchwegs positiv. Eine der Kernaussagen: 76 Prozent würden den elektronischen Akt Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst weiterempfehlen. Der Aspekt der Nachhaltigkeit wird darüber hinaus als sehr hoch eingestuft.

Drei Viertel der Rückmeldungen spiegeln die positive Wahrnehmung in den Fragebögen wider, wird in der IT-Abteilung des Landes auf die Umfrage verwiesen. Den guten Tenor, den man schon bei der Ausrollung gehabt habe, wollte man durch die Forschung Burgenland als unabhängige Instanz prüfen – und in diesem Fall bestätigen – lassen.

Vor einem Jahr ausgerollt, heute längst eingespielt

Der ELAK ist bundesweit in Verwendung, von Weiterentwicklungen profitieren die einzelnen Akteure laufend, wie Landesamtsdirektor Ronald Reiter und IT-Stabsabteilungsleiter Nicolas Knotzer als Digitalisierungsbeauftragter schon in der Umsetzungsphase festgehalten hatten: Seitens des Burgenlandes habe man im Zuge der Ausrollung selbst rund 30 Produkt-Innovationen beigesteuert.

Elektronischer Akt spart dem Land zwei Millionen Blatt Papier pro Jahr

© Wolfgang Millendorfer

Das „digitale Rückgrat der Verwaltung“ kommt bei Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern genauso zum Einsatz wie bei internen Abläufen. Auch in Sachen Effizienz und Zeitersparnis gab’s in der Mitarbeiter-Befragung ein gutes Zeugnis.

Und nicht zuletzt geht mit der elektronischen Abwicklung der besagte nachhaltige Effekt einher, der die Papierberge von einst bald kurios anmuten lässt: Die Statistik der Drucker und Kopierer in der Verwaltung hat im Vergleich zu 2022 gezeigt, dass im Jahr zuletzt um zwei Millionen Blatt Papier weniger verwendet wurden. Das macht sich nicht nur am Nachhaltigkeits-Konto bezahlt.