Die Eltern-Kind-Runde Neudörfl organisierte zum dritten Mal einen Baby- und Kinderflohmarkt in der Don Bosco Halle. Auch bei den monatlichen Treffen gibt es neue Angebote für Eltern und Kinder.
Frisörmeister Helmut Leitgeb verabschiedet sich in die Pension
Nachfolger gesucht
Helmut Leitgeb tritt am 1. Juni in den Ruhestand. Das Frisörgeschäft am Brunnenplatz soll auch danach weitergeführt werden. Aktuell läuft die Suche nach einem Nachfolger.
Helmut Leitgeb wagte vor 40 Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit und hat diesen nicht bereut.
© Richard Vogler
Die Ursprünge des Frisörsalons „Top Hair Helmut Leitgeb“ datieren aus den 1950er-Jahren. Hans Leitgeberlernte den Frisörberuf und war dann in der Schweiz tätig. 1957 kehrte er nach Mattersburg zurück und eröffnete sein Frisörgeschäft „Frisiersalon Hans Leitgeb“.
Vom Matschakergasserl zum Brunnenplatz
Der Frisörladen war zunächst im Mattersburger Matschakergasserl beheimatet und übersiedelte später zum Brunnenplatz.
„Ich besuchte das Mattersburger Gymnasium und nach der Unterstufe musste ich mich entscheiden, in welche Richtung es beruflich gehen sollte. Damals konnte man nach der Matura ja eigentlich nur Medizin, Jus oder Welthandel studieren, und mit keinem davon konnte ich mich wirklich anfreunden. Ich stand schon als Kind bei meinem Vater im Geschäft und wollte wissen, warum er Dies oder Das beim Haareschneiden verwendete. So fiel die Entscheidung, dass ich die Frisörlehre mache“, berichtet Helmut Leitgeb.
Sehr schnell nach der absolvierten Lehre – mit 21 Jahren – legte er die Meisterprüfung ab und das Aufgabenfeld war schon früh abgesteckt: „Der Vater hat den älteren, ich den jüngeren Kunden die Haare geschnitten.“ 1985 gab es daher bei der Firmenstruktur eine Änderung, Helmut Leitgeb eröffnete sein „Top Hair Helmut Leitgeb“ im Obergeschoß, die älteren Kunden wurden nach wie vor von Hans Leitgeb im Untergeschoß bedient.
„1991 ging mein Vater in Pension, 2004 habe ich die beiden Firmen zusammengelegt. Damals hat sich auch bei der Infrastruktur einiges getan. Das Geschäft wurde komplett renoviert, eine Klimaanlage und ein neuer Eingang eingebaut.“
Am 1. Juni beginnt ein neuer Lebensabschnitt, nach 40 Jahren Selbstständigkeit wird sich Helmut Leitgeb in den Ruhestand verabschieden, das Frisörgeschäft soll jedoch weitergeführt werden. „Ich habe vier Teilzeitkräfte beschäftigt. Sie sind schon lange bei mir tätig und wir haben uns einen großen Kundenstamm aufgebaut. Es wäre auf jeden Fall schade um unsere Kunden, die wir teilweise schon vom Vater übernommen haben.“ Ein Nachfolger wird daher dringed gesucht!
Das Gebäude, das Leitgeb vermieten will, beinhaltet neben dem Keller und den zwei Etagen für die Kunden auch eine Wohnung im dritten Stock, die derzeit als Wirtschafts- und Aufenthaltsraum für Mitarbeiter verwendet wird.
„Die Infrastruktur ist in bestem Zustand“
„Die Infrastruktur ist in bestem Zustand. Ich wäre auch bereit, auf geringfügiger Basis etwa ein halbes Jahr mitzuarbeiten, um den Übergang zu erleichtern. Man könnte ja auch zusätzlich Fuß- oder Nagelpflege anbieten. Mir ist auf jeden Fall wichtig, dass es weitergeht.“
Der Frisörberuf hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. „Man muss natürlich immer ,up to date' sein, was die Trends betrifft.“
Ich war bei meinem Job immer mit dem Herzen dabei, das haben auch meine Kunden gespürt. Helmut Leitgeb
Den Entschluss, den Frisörberuf zu erlernen und dann als Unternehmer tätig zu sein, hat er nicht bereut. „Ich war bei meinem Job immer mit dem Herzen dabei, das haben auch meine Kunden gespürt. Ich denke, wenn man es „g“scheit„ macht, kann man davon ganz gut leben. Mir selbst ist es nie schlecht gegangen. Ich war natürlich auch sehr dahinter, dass die Zahlen passen. Dies gehört auch dazu. Das Schöne an meinem Job ist unter anderem Folgendes: Man sieht das Ergebnis und die Leute fühlen sich besser, wenn sie das Geschäft verlassen. Nach einer Zeit hat man auch Stammkunden und baut ein persönliches Verhältnis auf. Hier kommt auch immer wieder vor, dass man Ratschläge gibt, man kann den Leuten auch für die Seele etwas Gutes tun.“
In der Pension wird es Helmut Leitgeb nicht langweilig werden. „Bis zum 1. Juni und eventuell auch danach gibt es noch einige organisatorische Punkte abzuhandeln. Ist dies geschafft, werde ich mich meiner Leidenschaft, dem Kochen, widmen und mit meiner Frau vermehrt auf Reisen gehen. Wir haben auch einen großen Freundeskreis und beim Elternhaus meiner Frau gehört der Obstgarten gepflegt“, so Leitgeb abschließend.