Generationenwechsel in St. Martin/Wart vollzogen

Neuer Ortsvorsteher

Ortsvorsteher wechseln nicht alle Tage. Vor allem nicht in einem Ortsteil wie St. Martin/Wart, wo viele Entscheidungen nahe bei den Menschen getroffen werden und persönliche Kontakte oft wichtiger sind als große politische Debatten. Mit Werner Mirtl verabschiedet sich nun ein Kommunalpolitiker aus seinen Funktionen, der die Entwicklung des Ortsteils über viele Jahre mitgeprägt hat.

Von Bertie Unger

Vizebürgermeister Michael Leitgeb, Amtsleiter Roland Poiger Werner Mirtl, Ortsvorsteher Lukas Guger und Bürgermeister Georg Rosner (v.l.)

Vizebürgermeister Michael Leitgeb, Amtsleiter Roland Poiger Werner Mirtl, Ortsvorsteher Lukas Guger und Bürgermeister Georg Rosner (v.l.)

© Stadtgemeinde Oberwart

Vierzehn Jahre lang war Werner Mirtl das politische Gesicht von St. Martin/Wart. Nun endet seine Ära im Oberwarter Ortsteil und mit Lukas Guger übernimmt ein neuer Ortsvorsteher die Verantwortung. „Ich bin gebürtiger St. Martiner und möchte verstärkt auf die Bevölkerung zugehen. Ich möchte auf Feste gehen, einfach zuhören, was den Menschen so am Herzen liegt, welche Anliegen sie haben“, sagt der 32-Jährige.

Ex-Ortsvorsteher auch als Gemeinderat verabschiedet

Werner Mirtl wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung als Ortsvorsteher und Gemeinderat verabschiedet. Seine Entscheidung, die Funktionen zurückzulegen, erfolgte aus persönlichen Gründen. Mirtl gehörte dem Gemeinderat seit 2007 an, seit 2012 stand er als Ortsvorsteher an der Spitze von St. Martin. „Werner Mirtl hat sich über viele Jahre hinweg für die Anliegen der Bevölkerung eingesetzt und die Entwicklung des Ortsteils mitgestaltet. Für dieses Engagement danke ich ihm“, würdigt Bürgermeister Georg Rosner seine Tätigkeiten. „St. Martin ist das Grinzing von Oberwart, ein lieber Ortsteil mit gutem Zusammenhalt und schönen Buschenschenken. Dazu ein super Vereinsleben“, sagt Rosner. „Der Ortsteil ist ganz wichtig für eine Stadt wie Oberwart. Zum einen verliert man den Bezug zu kleinen Einheiten nicht. Und ein Ortsvorsteher ist enorm wichtig, weil er die Probleme und Wünsche viel schneller hört als der Bürgermeister. So können wir dementsprechend handeln“, sagt Oberwarts Stadtchef.

Denn gerade in kleineren Ortsteilen ist die Funktion des Ortsvorstehers eng mit den Menschen verbunden. Es geht weniger um große politische Debatten als um die Anliegen des täglichen Lebens, um Vereine, Infrastruktur und die Entwicklung des Dorfes. Über viele Jahre war Werner Mirtl dafür die zentrale Ansprechperson in St. Martin/Wart. Mit Lukas Guger rückt nun eine neue Generation nach. Der 32-Jährige hat klare Ziele.

„Ganz wichtig ist mir der Hochwasserschutz, den möchte ich versuchen voranzutreiben. Ich bin auch gegen neue Bodenversiegelung und möchte mich einsetzen, dass wir in St. Martin auch einen Kinderspielplatz bekommen, da ist schon Bedarf dafür da“, sagt Guger.

Als neuer Ortsvorsteher wird er also künftig nicht nur die Interessen des Ortsteils vertreten, sondern auch dessen Entwicklung mitgestalten. Gleichzeitig übernimmt er ein Amt, das über viele Jahre eng mit dem Namen Werner Mirtl verbunden war. „Das ist eine spannende Aufgabe“, so Guge