Frühere Kultur-Chefin kümmert sich jetzt um Entwicklung & Bodenschutz

Neues Referat im Land

Das Land Burgenland hat eine neue Verwaltungseinheit, das Hauptreferat für ländliche Entwicklung Bodenschutz und Dorferneuerung. Geleitet werden die Bereiche von Barbara Weißeisen-Halwax: Die Agrarökonomin war auch schon als Kulturbetriebe-Geschäftsführerin und zuletzt als Prokuristin bei der Forschung Burgenland tätig.

Von Wolfgang Millendorfer

Die neue Referatsleiterin mit der Landeshauptmann-Stellvertreterin: Barbara Weißeisen-Halwax und Anja Haider-Wallner (v.l.).

Die neue Referatsleiterin mit der Landeshauptmann-Stellvertreterin: Barbara Weißeisen-Halwax und Anja Haider-Wallner (v.l.).

© Caterina Hoffmann

Zu den wichtigsten Vorhaben im neuen Hauptreferat zählen laut Plänen des Landes der Ausbau der Bio-Quote in der Landwirtschaft auf 50 Prozent, Entsiegelungen im Ortsgebiet und die Koordination von Bürgerbeteiligungs-Initiativen. Damit sollen ländliche Entwicklung, Dorferneuerung und Bodenschutz „einen neuen Stellenwert in der Landesverwaltung erhalten“, sagt Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Waller.

Als Leiterin des neuen Hauptreferats bringt Barbara Weißeisen-Halwax Erfahrung in Fachthemen als auch in der Verwaltung und im Management mit: Die studierte Agrarökonomin war von 2017 bis 2019 bereits Leiterin des Koordinations-Referats für ländliche Entwicklung. Bis 2024 war sie dann Geschäftsführerin der Kulturbetriebe Burgenland, zuletzt Prokuristin der Forschung & Innovation Burgenland.

Als Hauptreferatsleiterin trägt Weißeisen-Halwax nun Verantwortung für die beiden Referate „Koordination Dorferneuerung und Bodenschutz“ sowie „Agrarwesen und Agrarpolitik“. Insgesamt sind elf Stellen für das neue Hauptreferat vorgesehen. Zu den Aufgaben zählt die Umsetzung von Leuchtturmprojekten aus dem „Zukunftsplan Burgenland“, wie etwa die kürzlich vorgestellte Entsiegelungsprämie, das Modell einer Leerstandsabgabe sowie der Ausbau der Bio-Quote in der Landwirtschaft.

Neu sind die Koordination von Bürger- und Bürgerinnenbeteiligungen und eine Anlaufstelle für Baukultur. Für Angelegenheiten der Raumordnung ist weiter das Hauptreferat Landesplanung verantwortlich.

Für den ländlichen Raum bestehe angesichts fortlaufenden Strukturwandels dringender Handlungsbedarf, ist man in der Landesregierung überzeugt. Umso wichtiger sei es, „auf Gegenmaßnahmen zu setzen, Flächen zu entsiegeln und Leerstände zu reduzieren“. Nach der Präsentation des Entsiegelungswettbewerbs plant Landeshauptmann-Stellvertreterin Haider-Wallner mit dem neuen Hauptreferat für Herbst ein eigenes Bodensymposium.