Frauenkirchen: Feuerwehrhaus bringt Gemeinderatssitzung zum Platzen

ÖVP zieht aus

Die Freiwillige Feuerwehr Frauenkirchen soll einen modernisierten, größeren Stützpunkt erhalten. Nach der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend herrscht aber vorerst Stillstand.

Von Von Daniel Gottfried

Die Freiwillige Feuerwehr Frauenkirchen benötigt den Um- und Zubau ihres Stützpunktes. Als einer der sicherheitsrelevantesten im Nordburgenland steht die Stadtgemeinde dabei auf einer Stufe mit Neusiedl am See und Eisenstadt.

Die Freiwillige Feuerwehr Frauenkirchen benötigt den Um- und Zubau ihres Stützpunktes. Als einer der sicherheitsrelevantesten im Nordburgenland steht die Stadtgemeinde dabei auf einer Stufe mit Neusiedl am See und Eisenstadt.

© zVg/Freiwillige Feuerwehr Frauenkirchen

Die Gemeinderatssitzung am Dienstagabend hätte neben vielen Gesprächen und Entscheidungen eine besonders große hervorbringen sollen: einen Aus- und Zubau des Stützpunkts der Frauenkirchener Feuerwehr. Dazu kam es jedoch nicht. Die Volkspartei rund um Obfrau Martina Kettner verließ, nach einem Statement, geschlossen den Saal.

Das aktuelle Feuerwehrhaus wurde 1996 fertiggestellt und ist nicht mehr auf dem aktuellsten Stand. Zeitgemäße Anpassungen, wie beispielsweise eine Geschlechtertrennung bei den Umkleiden, sind notwendig geworden.

Als Drehleiter-, Katastrophenschutz und Abschnittsstützpunkt hat die Feuerwehr in der Stadtgemeinde Frauenkirchen ebenso spezielle Anforderungen zu erfüllen. „Wir sind die Feuerwehr mit der höchsten Ausrüstungsklasse sechs. Das heißt, wir brauchen natürlich auch bestimmte Ausrüstung und Fahrzeuge“, erklärt Bürgermeister Hannes Schmid. Seit 2018 plant die Feuerwehr bereits den Zu- und Umbau. Startschuss war das Leuchtturmprojekt des Landes Burgenland. Im Laufe des Jahres 2023 gab es bereits zwei Einladungen durch den Bauausschuss an alle Gemeinderäte durch die Feuerwehr Frauenkirchen. Bei diesen kommunizierte die Feuerwehr ihre Anliegen und die Notwendigkeiten.

Deshalb wurde im Vorfeld bereits ein Konzept von Vertretern der Feuerwehr ausgearbeitet. Die Grobkostenschätzung beläuft sich auf 2,5 Millionen Euro. Der Landesfeuerwehrverband Burgenland hat Frauenkirchen einen Förderbetrag von einer halben Million in Aussicht gestellt. Opposition fordert transparente Aufstellung„Wir möchten das Projekt mittragen, jedoch nur bei einer nachvollziehbaren Aufstellung der Finanzierung“, erklärt Kettner in einer Stellungnahme vor dem Verlassen der Sitzung. Sie betont, es stehe „außer Frage, dass die Sicherheit der Mannschaft oberste Priorität“ habe.

Dennoch stellt die Volkspartei Frauenkirchen die Frage nach der Finanzierbarkeit. Nicht nur aufgrund multipler Krisen ist die wirtschaftliche Lage angespannt. „Die Ertragsanteile vom Land Burgenland sind geschrumpft, die Einnahmen im Budget der Gemeinde somit ebenfalls“, hält sie fest. Die Ausgaben an Zinsen, Entlohnungen und Betriebskosten seien ebenfalls gestiegen.

Bürgermeister Hannes Schmid (SPÖ) ist sich sicher, dass Frauenkirchen die Investition stemmen kann. Er meint: „Zwei Millionen auf drei Etappen ist zu schaffen und wir stoßen dabei nicht an unsere finanziellen Grenzen. Aber wir brauchen den Grundsatzbeschluss, damit wir um die Förderung ansuchen können.“