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FPÖ-Jägerbauer zieht sich aus allen Funktionen zurück
Paukenschlag
Die Freiheitlichen im Burgenland verlieren eine zentrale Figur in ihrer Organisation. In einer persönlichen Erklärung gab Landesparteisekretär Daniel Jägerbauer am Freitag seinen sofortigen Rücktritt und den kompletten Rückzug aus der Landespolitik bekannt.
Daniel Jägerbauer zieht sich aus Landespolitik zurück: „Grenze des Akzeptablen überschritten!“
© Archivbild: Wolfgang Millendorfer
Als Grund für diesen Schritt führt Jägerbauer eine „anhaltende mediale Kampagne“ gegen seine Person an. Die jüngsten Veröffentlichungen über angebliche Partei-Interna und Gerüchte über seinen Status innerhalb der FPÖ hätten die Grenze des Akzeptablen überschritten. „Ich möchte nicht mehr im Wochentakt von Zeitungen Gerüchte ausgerichtet bekommen“, so Jägerbauer. Dies hätten weder er als ehrenamtlicher Funktionär noch die Partei verdient.
Fokus auf Familie und Beruf
Mit sofortiger Wirkung legt er nicht nur das Amt des Landesparteisekretärs nieder, sondern stellt klar, dass er auch künftig für kein politisches Mandat mehr zur Verfügung stehen wird. Er wolle sich künftig gänzlich auf seine berufliche Laufbahn und seine Familie konzentrieren. Diese habe laut Jägerbauer massiv unter der „Schmutzkübelkampagne“ der vergangenen Wochen zu leiden gehabt.
Konkret spielt Jägerbauer auf Berichte über seine Funktionen in der FPÖ an. Zuletzt hatte etwa SPÖ-Klubobmann Roland Fürst einen Rücktritt gefordert und Jägerbauers parallele Tätigkeit als Landesparteisekretär und parlamentarischer Mitarbeiter von Landesparteiobmann Alexander Petschnig im Nationalrat kritisiert.
Zum Abschied wünschte der scheidende Parteisekretär seiner FPÖ „alles erdenklich Gute“ und übte Kritik an der politischen und medialen Landschaft. Wer Jägerbauer in der Funktion des Landesparteisekretärs nachfolgen wird, ist derzeit noch unklar.