Branko Kornfeind: Dürnbacher Gottesmann, der Musik mit Kirche vereint

Portrait

Ob in der Kirche oder auf einer Veranstaltung mit seiner Tamburizza. Branko Kornfeind ist immer mit vollem Tatendrang dabei. Ein Artikel von Lara Langer.

Von Lara Langer

Mit Tamburizza und tiefem Glauben an Gott. So kennt man den „bunten“ Priester seit Jahren.

Mit Tamburizza und tiefem Glauben an Gott. So kennt man den „bunten“ Priester seit Jahren.

© Lara Langer

Branko Kornfeind hält Heilige Messen in Schachendorf, Dürnbach und Schandorf ab. Nach seinem Theologie Studium war er zunächst musikalisch in Stinatz tätig. Bevor er ins Südburgenland kam, war Branko Kornfeind Pfarrer in den Gemeinden Parndorf und Neudorf .

Seine Ansicht zu Gott ist folgende: „Alles, was es gibt, geht auf Gott zurück. Er ist der Urgrund und Urheber allen Lebens. Ohne Gott wäre nichts“, sagt der Pfarrer, der manchmal durchaus auch als streitbar gilt. . „Allmählich entdeckt und enthüllt die Wissenschaft, was Gott alles bewirkt und geschaffen hat. Wir Christen bekennen uns zu Gott, der nicht nur irgendeine Kraft, ein Wesen ist, sondern zu Gott, der Liebe und Leben ist, der in seiner Liebe zu uns Menschen Mensch geworden ist“, sagt der Gottesmann.

Und was passiert zwischen himmel und Erde

?Viele Menschen fragen sich, was nach dem Tod passiert und, ob es einen Himmel gibt. Daraufhin hat Branko eine Antwort: „Natürlich gibt es ein Leben nach diesem irdischen Leben – bei Gott. Wir können es Himmel nennen. Aber es ist kein konkreter Ort, sondern ein Zustand, ein Leben in einer anderen Wirklichkeit. Wenn Gott, dann auch Himmel.“

Pfarrer tanzt auf mehreren Kirtagen

Pfarrer Branko Kornfeind wohnt in Dürnbach, einem Ortsteil der Gemeinde Schachendorf. Er bereichert das Leben der Dorfgemeinschaft und ist gern bei jeglicher Veranstaltung im Ort dabei. Genauso wie er auch Heilige Messen bei verschiedenen Festakten abhält, wie zum Beispiel vor kurzem bei der 50-jährigen Jubiläumsfeier der Tamburizzagruppe Stalnost aus Schachendorf. „In der heiligen Messe feiern wir große Geschenke Gottes: Sein Wort, die Eucharistie. Wir dürfen IHN angreifen und zu uns nehmen“, so Kornfeind. „Der selige Carlo Acutis sagt: Wenn die Menschen es wirklich glauben und erfahren würden, dass wir in der heiligen Messe Jesus selbst empfangen, dann wären die Kirchen übervoll und nicht die Stadien“, stellte er eine interessante These auf. „Mir persönlich tut es leid, dass so wenige Menschen Jesus wirklich suchen“, möchte der Priester die Wichtigkeit der heiligen Messe aussprechen.

Der 72-jährige ist aber nicht nur Pfarrer, sondern macht auch für sein Leben gerne Musik und am meisten schlägt sein Herz für das Tamburizza spielen mit den Folkloregruppen aus den Ortschaften, wo er wöchentlich seine Heiligen Messen abhält.

„Ich bin kein Musiker. Ich spiele, singe und tanze gerne. Es freut mich, wenn ich andere erfreuen kann. In den Pflegeheimen erfahre ich es immer wieder, wenn wir Musik machen, wie froh und glücklich wir die Menschen machen können“, gibt Branko über sein Leben außerhalb des Pfarrer-Lebens Auskunft. Und dabei erwähnt er die Relevanz der Musik auf unserem Lebensweg: „Musik ist ein wichtiger Teil unseres Lebens. Musik hat eine gemeinschaftsstiftende Kraft. Musik erleichtert und verschönert das Leben“, sagt der Gottesmann, der auf die Frage nach seinem Ziel als Pfarrer sofort die passende Antwort parat hat.

„Andere für Gott, für Jesus begeistern. Eine größere Freude gibt es nicht.“, meint er abschließend.