Warum das Burgenland bei der Gesundheitsversorgung Druck machtund was Patienten von der Debatte erwarten dürfen.
Teuerungswelle zum 1. April: Diese Preise & Gebühren sind gestiegen
Rauchen, E-Mobilität & Co
Die neue Bundesregierung macht ernst bei der Budgetsanierung. Mit dem 1. April wurden mehrere Teuerungen und neue Gebühren wirksam, die weite Teile der Bevölkerung treffen. Das Budgetdefizit von 4,7 Prozent im Vorjahr zwingt zu raschen Maßnahmen. Für Burgenländerinnen und Burgenländer bedeutet das konkrete Mehrbelastungen in verschiedenen Lebensbereichen.
Durchschnittlich werden Zigarettenpackungen ab 1. April um 30 Cent teurer.
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Die Steuern auf Zigaretten und Tabak zum Erhitzen steigen ab sofort. Durchschnittlich werden Zigarettenpackungen um 30 Cent teurer. Der Mindeststeuersatz bei Zigaretten steigt auf 175 Euro pro 1.000 Stück, was zu einer weiteren Preiserhöhung von mindestens 10 Cent führen könnte. Bei Tabakerhitzern fallen die Preissteigerungen mit bis zu 50 Cent pro Packung noch deutlicher aus.
E-Mobilität verliert Steuervorteile
Besitzer von Elektrofahrzeugen müssen sich auf neue Belastungen einstellen. E-Autos waren bisher von der motorbezogenen Versicherungssteuer befreit – diese Ausnahme fällt nun weg.
„Laut ÖAMTC liegen die jährlichen Mehrkosten durch die neue Steuerpflicht für E-Auto-Besitzer je nach Modell zwischen 70 und 2.000 Euro", berichtet die Tageszeitung "Heute". Durchschnittlich rechnen Experten mit zusätzlichen Kosten von etwa 400 Euro pro Jahr. Die Maßnahme betrifft nicht nur Elektroautos, sondern auch E-Motorräder und E-Wohnmobile.
Solarenergie wird teurer
Wer eine Photovoltaikanlage installieren möchte, muss künftig mit höheren Kosten rechnen. Die bisherige Befreiung von der 20-prozentigen Mehrwertsteuer für kleinere PV-Anlagen entfällt ab heute. Ausgenommen sind nur Kaufverträge, die vor dem 7. März 2025 abgeschlossen wurden. Die NÖN berichtete dazu ausführlich.
„Diese Steuerbefreiung wird durch das Budgetsanierungsmaßnahmengesetz 2025 gestrichen", heißt es aus dem Finanzministerium. Das Streichen dieser Steuerbefreiung soll dem Staat zusätzlich 175 Millionen Euro einbringen.
Wettgebühr verdreifacht sich
Sportbegeisterte und Wettspieler müssen künftig tiefer in die Tasche greifen. Die Rechtsgeschäftsgebühr für Wetten steigt von 2 auf 5 Prozent der Wetteinsätze – ein Anstieg um 150 Prozent. Die Erhöhung war ursprünglich erst für 2026 geplant, tritt aber nun schon ab heute in Kraft. Die Regierung rechnet mit Mehreinnahmen von rund 50 Millionen Euro.
Telefonie und Internet werden teurer
Mit dem 1. April werden auch Handy- und Internettarife erneut angehoben. Nach einer Erhöhung im Vorjahr um 7,8 Prozent steigen die Kosten heuer um weitere 2,9 Prozent. Die Vergleichsplattform tarife.at rechnet vor: „In den vergangenen fünf Jahren sind die Kosten für einen durchschnittlichen Haushalt dadurch um über 300 Euro gestiegen.“
Amtswege werden teurer: Die Gerichtsgebühren steigen um 23 Prozent. Betroffen sind unter anderem Grundbuch- oder Firmenbuchauszüge, einvernehmliche Scheidungen und Pauschalgebühren in Zivilverfahren.
Ab Mitte des Jahres sollen auch die Bundesgebühren für Reisepässe und Führerscheine angehoben werden. Zudem wurde die Bildungskarenz ab dem 1. April abgeschafft, was dem Staat Einsparungen von rund 350 Millionen Euro bringen soll.
Entlastung bei Netzkosten geplant
Eine positive Nachricht gibt es für Mieterinnen und Mieter: Die für April geplante Mieterhöhung für Kategorie- und Richtwertmieten wird ausgesetzt. Davon profitieren mehr als 300.000 Haushalte in Altbauwohnungen, die vor dem 8. Mai 1945 erbaut wurden, sowie teilweise auch Gemeindewohnungen. Mieten am freien Markt sind von dieser Maßnahme allerdings nicht betroffen.
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) kündigt an, dass derzeit Gesetze in Vorbereitung sind, "die die Netzkosten reduzieren und damit die Zusammensetzung der Strom- und Energiekosten neu regeln sollen". Familien können ab Juli 2025 mit einer neuen Steuerentlastung von 60 Euro pro Kind und Monat rechnen.