Zwölf Länder, tausend Geschichten und Erfahrungen, die weit über das Reisen hinausgehen: Michael Pahr erzählt warum es sich lohnt, die Welt auf eigene Faust zu entdecken.
Südburgenland: Heimische Rinder im Ausland gefragt
Rinderzucht
Der heurige Tag der Rinderzucht fand in Podler statt. Derzeit gibt es im Burgenland 85 Zuchtbetriebe mit rund 3.800 Kühen.
Foto v. l.: Vortragender Walter Peinhopf-Petz, Geschäftsführer des Rinderzuchtverbandes Johannes Lehner, die Obfrau des Rinderzuchtverbandes Beatrix Schütz, LK-Präsident Nikolaus Berlakovich, Vortragender Josef Rohregger und der Leiter der Abteilung Tierzucht der LK Burgenland Franz Vuk beim Tag der Rinderzucht.
© Landwirtschaftskammer/Waldherr
Burgenländische Rinder sind gefragt, das war der vorrangige Tenor beim Tag der Rinderzucht in Podler, einem Ortsteil der Gemeinde Weiden/Rechnitz. Mit zwei Vorträgen zum Thema „Eutergesundheit“ und „Wertschöpfungsstrategien in Zeiten des Wandels“ wurde über aktuelle Themen informiert. Heimische Rinderbauern liegen österreichweit im Spitzenfeld.
Selbstversorgungsgrad soll stabil bleiben
Derzeit gibt es im Burgenland 85 Zuchtbetriebe mit rund 3.800 Kühen. „Die Rinderbetriebe im Burgenland sind grundsätzlich gut aufgestellt und bei der durchschnittlichen Herdengröße und der Milchleistung pro Kuh österreichweit an der Spitze. Das Ziel der nächsten Jahre wird sein, dass wir den Selbstversorgungsgrad von rund 40 Prozent beim Rindfleisch und bei der Milch und die 30 Prozent bei den Milchprodukten aufrechterhalten“, betonten Nikolaus Berlakovich, der Präsident der Burgenländischen Landwirtschaftskammer und Johannes Lehner, der Geschäftsführer des Burgenländischen Rinderzuchtverbandes.
Die aktuelle Marktlage ist derzeit gut. Die Nachfrage nach Zuchtvieh ist groß und hängt nach wie vor von der Exportsituation ab. „Derzeit werden burgenländische Zuchtrinder in die Türkei, nach Usbekistan und Algerien geliefert. Da im Burgenland das Angebot relativ klein ist, werden Exporte meist gemeinsam mit der Steiermark oder mit Niederösterreich organisiert. Wenn der Export gut läuft gibt es keinen Rückstau an Zuchttieren und somit auch gute Preise auf den heimischen Märkten. Auch der Milchpreis ist derzeit relativ stabil und die Fleischpreise auf einem guten Niveau“, berichtet Lehner. Trotzdem haben erhöhte Tierwohlstandards, steigende Bürokratie, die klimatischen Einflüsse und fehlende Preisanpassungen in den letzten Jahren dazu geführt, dass die Zahl der Rinderzüchter im Burgenland leider rückläufig ist.
Rinderzüchter weniger, Qualität hoch
Die Anzahl der Rinderzüchter im Burgenland wird immer weniger, aber die Erfolge bleiben auf einem hohen Niveau. Die burgenländischen Rinderzüchter sind nicht nur Spitzenreiter in der durchschnittlichen Herdengröße (Bgld: 45, Ö: 24) und Milchleistung (Bgld: 9356 kg, Ö: 7867 kg), sondern auch bei Bewerben sehr erfolgreich. Die Obfrau des Burgenländischen Rinderzuchtverbands Beatrix Schütz, Fleischrinderzüchterin mit der Rasse Blonde d“Aquitaine, holte bei der Fleischrinderschau im Oktober 2023 in Traboch den Bundessieg in das Burgenland. Und auch der burgenländische Rinderzuchtverband wurde als bester Zuchtverband im Zuchtprogramm Fleckvieh im Jahr 2022 mit dem 1. Platz österreichweit ausgezeichnet.
„Ich gratuliere recht herzlich zu den Erfolgen. Diese Auszeichnungen zeigen, dass unsere Rinderzüchter hervorragende Arbeit leisten“, so Berlakovich.