Pflegestützpunkt für Gols: Standort steht fest

Spatenstich bald geplant

Direkt neben dem Heurigen Grammel Boscha wird noch im 1. Halbjahr dieses Jahres der Spatenstich für den Golser Pflegestützpunkt angesetzt. Auf rund 7.000 Quadratmeter soll ein Bauprojekt mit betreuten Wohneinheiten, Tagesbetreuung und Hauskrankenpflege entstehen.

Von Von Birgit Böhm-Ritter

Leonhard Schneemann bei einem Lokalaugenschein mit Bürgermeister Kilian Brandstätter und Vize-Bürgermeister Gerhard Playl in Gols

Leonhard Schneemann bei einem Lokalaugenschein mit Bürgermeister Kilian Brandstätter und Vize-Bürgermeister Gerhard Playl in Gols

© LMS Burgenland

Das Pflegestützpunktmodell garantiere die gemeindenahe und niederschwellige Versorgung der Bevölkerung mit Pflege- und Betreuungsangebote, betont Soziallandesrat Leonhard Schneemann bei einem Lokalaugenschein mit Bürgermeister Kilian Brandstätter und Vize-Bürgermeister Gerhard Playl. Man komme damit dem Wunsch der älteren Generationen nach, in der eigenen Umgebung gepflegt und betreut zu werden.

Das Pflegemodell des Landes sieht 71 Pflegestützpunkte vor, ein Standort ist Gols. Auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück wurde man nun endlich fündig – und zwar am Hofrat Achs-Weg. Nach Spatenstichen in Deutsch-Jahrndorf, Minihof-Liebau und Oberkohlstätten sowie weiteren Gemeinden soll noch im 1. Halbjahr der Spatenstich für das Projekt in Gols folgen.

Landesrat Schneemann spricht von „Glücksgriff“

Der Pflegestützpunkt in Gols wird Betreute Wohneinheiten beinhalten, genauso wie eine Tagesbetreuung. Neben einem inkludierten Mittagessen soll hier ein reger Aktivitätenplan angeboten werden, und es wird auch Ruheräumlichkeiten geben. Außerdem soll das Gebäude als Stützpunkt der mobilen Hauskrankenpflege fungieren.

Der Golser Bürgermeister Kilian Brandstätter zeigt sich erleichtert, dass ein geeignetes Grundstück gefunden werden konnte und sieht einen enormen Mehrwert für die Gemeinde. „Der Pflegestützpunkt hier in Gols ist natürlich eine Bereicherung für den Ort, aber zeitgleich – und das ist am wichtigsten – garantiert er die beste Betreuung und Pflege für die ältere Generation.“

Für Soziallandesrat Schneemann ist das Grundstück in Gols ein Glücksgriff: Die Lage sei perfekt, der Standort garantiere, dass der Kontakt zum Gemeindeleben erhalten bleibe. Auch jene Personen, die im Betreuten Wohnen leben, sollten weiter in die Dorfgemeinschaft integriert sein.

„Da ab sofort nur mehr ein Träger pro Region verantwortlich ist, reicht ein Anruf der Betroffenen beim Träger oder am Stützpunkt bzw. der bei der Pflege- und Sozialberatung der Region, um genau die Hilfe und Unterstützung zu bekommen, die sie brauchen“, erklärt Schneemann.

Kritik am neuen Pflegemodell des Landes äußerten die Oppositionsparteien wiederholt. Von Verstaatlichung und Monopolisierung war etwa in der ÖVP die Rede. Denn künftig soll es 28 Regionen geben, für die jeweils nur mehr eine Betreuungsorganisation zuständig ist. Klientinnen und Klienten würden sich ihre Betreuung dann nicht mehr selber aussuchen können, wird kritisiert.