Der Fahrplanwechsel im Verkehrsverbund Ostregion bringt Verstärkung zwischen Deutschkreutz, Wulkaprodersdorf, Eisenstadt und Wien. Aus dem Mittelburgenland erreicht man den Wiener Hauptbahnhof morgens im neuen Zug in weniger als 90 Minuten. Und ab 13. Dezember fährt auch die Mattersburger Bahn wieder. Hier gibt‘s alle Neuerungen!
Das Land will die Patienten wieder zurückholen
Spitäler in Zahlen
Mehr als 15.000 stationäre Gastpatienten aus dem Burgenland zählten allein die Nachbar-Bundesländer im Vorjahr. Als Antwort will das Land die Spitzenmedizin ausbauen und Angebote schaffen.
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Aus rein politischer Sicht deutet man die bevorstehende Schließung des Lorenz-Böhler-Krankenhauses als Bestätigung: Die Verwirrung um das Wiener Unfallspital verunsicherte auch im Burgenland; die Antwort will die Landesregierung mit dem Gesundheits-Ausbau geben. Und dagegen will letztlich niemand etwas sagen – auch nicht aus politischer Sicht.
Gegen „finanzielle Ungleichbehandlungen“ in Zusammenhang mit der Gastpatienten-Regelung hat Landeshauptmann Hans Peter Dosko- zil hingegen schon vor einem Jahr etwas gesagt. In Erinnerung ist auch die Grippewelle 2022, als wegen Personalmangels in Wiener Spitälern kurzzeitig ein Quasi-Aufnahmestopp für die Bundesländer empfohlen wurde.
Die Zahlen, die der Gastpatienten-Diskussion zu Grunde liegen, sind kurioserweise bundesweit und zentral gar nicht zu kriegen, nur auf Nachfrage in den einzelnen Bundesländern.
In der direkten Nachbarschaft des Burgenlandes – in den Häusern des Wiener Gesundheitsverbundes (mit AKH, SMZ Ost oder Krankenhaus Nord), in den steirischen Landesspitälern und in der Gesundheitsagentur Niederösterreich – wurden 2023 zusammen knapp 17.000 stationäre Gastpatienten aus dem Burgenland gezählt. Umgekehrt waren es hierzulande mehr als 12.000 (alle Zahlen unten).
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Dazu ist zu sagen, dass die Zusammenarbeit von allen Seiten gelebt wird und funktioniert. Im Detail gibt's aber auch Konfliktpotenzial, etwa wenn es um geplante Eingriffe und das lange Warten auf Termine geht. Der Ausbau im Burgenland soll deshalb noch über die neuen Kliniken und Umbaupläne hinausgehen, Bereiche wie die Onkologie und Neurochirurgie sind in Arbeit.
Zugleich wartet man allerorts auf neue Mediziner. Die Anhebung der Spitalsgehälter hat sich in den anderen Bundesländern schon herumgesprochen.
Gastpatienten in Zahlen
300 bis 400 Patientinnen und Patienten aus dem Burgenland werden pro Monat in den Spitälern des Gesundheitsverbundes in Wienstationär aufgenommen, also im Schnitt 4.500 jährlich.
Noch mehr waren es 2023 in den Kliniken der Gesundheitsagentur Niederösterreich: Exakt 8.189 Gastpatienten aus dem Burgenland wurden gezählt.
In den Häusern der KAGes in der Steiermark wurden im Vorjahr 4.864 stationäre Gastpatienten aus dem Land aufgenommen.
Im Burgenland wiederum zählten die vier Landeskliniken 2023 stationär 7.571 Gastpatienten, 25.638 aus dem Land sowie 815 aus dem Ausland. Im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt waren es im Vorjahr 3.927 stationäre Gastpatienten, 16.448 aus dem Burgenland und 568 aus dem Ausland.