Palmers insolvent, aber vorerst kein Stellenabbau im Burgenland

Textilriese

Der Textilhersteller Palmers hat am Donnerstag ein Insolvenzverfahren mit Eigenverwaltung angemeldet. Jobs werden vorerst nicht abgebaut, ein Investor stehe bereits in den Startlöchern. Palmers ist mit sechs Shops im Burgenland vertreten.

Von Von Peter Wagentristl

Der Wäschehersteller Palmers ist insolvent, soll aber weitergeführt werden.

Der Wäschehersteller Palmers ist insolvent, soll aber weitergeführt werden.

© APA/ROLAND SCHLAGER, ROLAND SCHLAGER

Der Wäschehändler Palmers ist insolvent. Das Unternehmen stellte am Donnerstag einen Antrag auf ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung. Rund 500 Gläubiger mit rund 51 Millionen Euro Passiva sind davon betroffen. Laut Kreditschutzverband KSV1870 schadeten insbesondere der „starke Mitbewerb in einem sehr gesättigten Markt, der Zinsanstieg sowie die Inflation und der damit einhergehende Kaufkraftverlust“ dem Textil-Riesen dem Umsatz.

„Die Schuldnerin strebt die Fortführung und Sanierung ihres Unternehmens an“, heißt es weiter vom KSV1870. Innerhalb von zwei Jahren solle den Gläubigern eine Quote von 30 Prozent erstattet werden. Finanziert werden soll der Betrag duch die Fortführung des Geschäftes mit einem „Restrukturierungsplan“ - was nicht selten einen Stellenabbau bedeutet - sowie durch neue Gesellscahfter.

Ein möglicher Investor stehe bereits in den Startlöchern. Details dazu nennt Palmers noch nicht.

(Vorerst) kein Stellenabbau bei sechs Filialen im Burgenland

Betroffen sind mehr als 500 Mitarbeiter in Österreich. Vorerst ist allerdings kein Stellenabbau vorgesehen.

Im Burgenland ist Palmers mit den Standorten Parndorf, Neusiedl, Eisenstadt, Mattersburg, Oberpullendorf und Stegersbach vertreten.