Zwölf Länder, tausend Geschichten und Erfahrungen, die weit über das Reisen hinausgehen: Michael Pahr erzählt warum es sich lohnt, die Welt auf eigene Faust zu entdecken.
Südburgenland: Jägerbataillon 19 im Großeinsatz
Unwetterkatastrophe
Am Sonntag, dem 9. Juni gegen 12 Uhr wurde der Auftrag zur Assistenzleistung an das Jägerbataillon 19 erteilt. In der Montecuccoli Kaserne wurden sechs Assistenzzüge aus Kaderpersonal und Grundwehrdiener für den Einsatz im Südburgenland formiert.
240 Soldatinnen und Soldaten stehen aktuell im Assistenzeinsatz.
© Bundesheer, CARINA KARLOVITS
Die Assistenzanforderung des Burgenlandes umfasst die Bezirke Oberwart, Güssing und Jennersdorf. Das Schwergewicht des Einsatzes ist aktuell im Bezirk Oberwart in den Gemeinden Unterschützen und Wiesfleck.
Das Jägerbataillon 19 aus Güssing steht derzeit mehr als zwölf Stunden täglich mit 240 Soldatinnen und Soldaten zur Bewältigung von Schadstellen im Assistenzeinsatz. Die Aufgaben erstrecken sich dabei in der Beratung der Einsatzleitung, der Beseitigung von Schäden bei Infrastruktur, allgemeinen Aufräumarbeiten, Erkundung von Brückenbau, dem Füllen von Sandsäcken sowie dem Verstärken von Dammeinrichtungen. Die Zusammenarbeit erfolgt hier Schulter an Schulter mit den Feuerwehren aus dem gesamten Bundesland, der Polizei, dem Österreichischen Roten Kreuz und vielen zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfern.
Einsatzleiter zu den persönlichen Schicksalen
Der Einsatzleiter des Jägerbataillons 19, Oberst Christian Luipersbeck, konnte sich am Sonntag bereits ein Lagebild über die Schäden machen. „Die persönlichen Schicksale, die man hier erlebt, machen einen betrübt und zeigen, wie schnell hier Existenzen durch Unwetterlagen bedroht werden können. Umso mehr macht es mich stolz, wie engagiert hier meine Soldatinnen und Soldaten der Bevölkerung mit den anderen Einsatzorganisationen beistehen und unter schwerster körperlicher Arbeit und hohem persönlichen Einsatz hier vor Ort Schutz und Hilfe geboten wird.“
Das Jägerbataillon 19 ist ein geschützter Infanterieverband des Österreichischen Bundesheeres und wurde aus der größten Übung der Streitkräfte, der „Schutzschild 24“, für den Assistenzeinsatz im Südburgenland herausgelöst. Das Jägerbataillon 19 verfügt über eine personelle Stärke von derzeit 250 Berufs- und Zeitsoldaten sowie 150 Rekruten.